US-Börsen schließen moderat höher

Dow Jones

US-Börsen schließen moderat höher

Zurückhaltung vor morgiger Zinssitzung - Konjunkturdaten bewegen kaum.

Die New Yorker Börse hat am Dienstag kaum verändert geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index stieg um geringfügige 13,08 Punkte oder 0,07 Prozent auf 17.990,32 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 3,91 Punkte oder 0,19 Prozent auf 2.091,70 Zähler. Der Nasdaq Composite Index sank moderate 7,48 Einheiten oder 0,15 Prozent auf 4.888,31 Zähler.

Trotz einer Fülle an Unternehmenszahlen und einiger Konjunkturdaten blieben die Indizes in der Nähe ihrer Vortageswerte. Händler verwiesen auf die morgige US-Zinssitzung, die für Zurückhaltung unter den Anlegern sorgte.

Die heute veröffentlichten Konjunkturdaten fielen mehrheitlich schwach aus. So zog die US-Industrie im März überraschend wenig Aufträge an Land und die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im April unerwartet deutlich eingetrübt. Zudem haben die Preise am US-Häusermarkt im Februar zwar weiter zugelegt, aber ebenfalls nicht so deutlich wie von Volkswirten prognostiziert. Dass der Richmond-Fed-Index im April etwas besser ausfiel als erwartet, rückte in den Hintergrund.

Auf Unternehmensebene prägten die vorgelegten Ergebnisse das Geschehen an der Wall Street. Beim US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble drückte der starke Dollar die Erlöse im dritten Geschäftsquartal um 7 Prozent. Beim Gewinn konnte der Konzern hingegen positiv überraschen. Die P&G-Aktien gaben dennoch 2,28 Prozent nach.

Der vor der Rekord-Fusion mit dem Konkurrenten Dow Chemical stehende US-Chemiekonzern Dupont ist mit deutlich mehr Gewinn ins neue Jahr gestartet. Der Überschuss habe sich von 1,03 auf 1,23 Milliarden US-Dollar erhöht. Für das laufende Jahr erhöhte Dupont zudem das Gewinnziel und die Aktie reagierte mit einem satten Plus von 2,40 Prozent und stand damit an der Spitze des Dow Jones.

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat zum Jahresauftakt bei steigenden Umsätzen einen Gewinnrückgang verbucht. Hauptgrund war die Wirtschaftskrise in Venezuela, für die Eli Lilly 203 Millionen Dollar Belastung verbucht. Die Lilly-Papiere verloren 2,14 Prozent.

Die Titel von T-Mobile US knickten nach Auftaktgewinnen 4,49 Prozent ein. Die Tochter der Deutschen Telekom hatte zwar bei Umsatz, Gewinn, Neukunden und damit in quasi allen Bereichen glänzende Zahlen vorgelegt, allerdings waren die Ergebnisse durch einen Sonderertrag aus dem Verkauf von Mobilfunklizenzen kräftig aufgehübscht.

Der US-Mischkonzern 3M ist trotz schwächelnder Nachfrage im Industrie- und Elektronik-Geschäft mit mehr Gewinn ins Jahr gestartet. Unter dem Strich stand ein Überschuss von fast 1,3 Mrd. Dollar und damit rund 6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Hersteller von Post-it-Zetteln und Scotch-Klebeband mitteilte. Die Aktien fielen 1,31 Prozent.

Nachbörslich folgten noch die Zahlen von Twitter, Apple und AT&T. Die Aktien des Kurznachrichtendienstleister schnellten im regulären Handel 3,86 Prozent nach oben, sackten im nachbörslichen Handel aber wegen einer enttäuschten Umsatzprognose knapp zehn Prozent ab.

Apple (minus 0,69 Prozent) und AT&T (minus 0,31 Prozent) sich präsentierten bis zur Schlussglocke unauffällig. Während Apple mit seinen Zahlen die Prognosen verfehlte, verbuchte der Telekomkonzern AT&T nachbörslich Gewinne, da seine Quartalszahlen besser ausfielen als erwartet.