Zurückhaltung vor Bernanke-Rede am Mittwoch

US-Börsen

Zurückhaltung vor Bernanke-Rede am Mittwoch

Coca Cola nach Quartalszahlen am Ende des Dow Jones.

Die New Yorker Aktienbörsen haben den Handel am Dienstag mit etwas tieferen Notierungen beendet. Im Vorfeld zur morgigen Rede des Chefs der US-Notenbank, Ben Bernanke, vor dem US-Repräsentantenhaus herrschte Zurückhaltung unter den Anlegern. Diese erhoffen sich am Mittwoch Aussagen über das weitere Vorgehen der Fed, hieß es aus dem Handel.

Der Dow Jones Industrial Index fiel um moderate 32,41 Punkte oder 0,21 Prozent auf 15.451,85 Einheiten. Der S&P-500 Index gab 6,24 Punkte oder 0,37 Prozent auf 1.676,26 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index verlor um 8,99 Einheiten oder 0,25 Prozent auf 3.598,50 Zähler.

Von den heute veröffentlichten Konjunkturdaten gingen kaum nennenswerte Impulse aus. Wie erwartet ist die US-Industrieproduktion im Juni um 0,3 Prozent zum Vormonat gestiegen. Dagegen ist die Kapazitätsauslastung der US-Industrie für denselben Zeitraum überraschend von revidiert 77,7 (zunächst 77,6) Prozent im Vormonat auf 77,8 Prozent nach oben geklettert. Volkswirte hatten mit einer Stagnation der Auslastung gerechnet.

Auf der Agenda standen überdies Inflationszahlen. Die Jahresinflationsrate ist im Juni von 1,4 Prozent im Vormonat auf 1,8 Prozent gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Prognostiziert wurden lediglich ein Anstieg auf 1,6 Prozent.

Mit Quartalszahlen stand indessen Goldman Sachs im Blickpunkt. Dank klarer Zuwächse im Investmentbanking hat die Großbank im zweiten Quartal 2013 ihren Überschuss auf 1,86 Mrd. Dollar verdoppeln können. Damit wurden die Analystenerwartungen klar übertroffen. Die Titel fielen dennoch um 1,69 Prozent auf 160,24 Dollar.

Eine solide Bilanz legte auch Johnson & Johnson vor. Der US-Konsumgüter und Medizintechnikkonzern konnte beim Umsatz und Gewinn deutlich zulegen und blickt nun etwas optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,48 Dollar übertraf der Konzern die Erwartungen der Experten klar. Die Aktien gingen unverändert bei 90,40 Dollar aus dem Handel.

Weniger gut verlief das zweite Quartal für Coca Cola. Dem US-Getränkehersteller haben das ungewöhnlich nasskalte Wetter im Frühjahr aber auch das schwierige wirtschaftliche Umfeld in vielen Teilen der Welt das Geschäft erschwert. Der Getränkeabsatz sei schwächer als erwartet ausgefallen, hieß es von Unternehmensseite. Coca Cola verloren 1,90 Prozent auf 40,23 Dollar und bildeten damit das Schlusslicht im Dow Jones.

Abseits der Berichtssaison bewegten Analystenstimmen. Die Titel des Autobauers Ford büßten 3,04 Prozent auf 16,60 Dollar ein, nachdem Goldman Sachs sie von der "Conviction Buy List" gestrichen hatte, hieß es von Marktteilnehmern.

McDonald’s (plus 0,13 Prozent auf 100,88 Dollar) will indessen im kommenden Jahr ihre erste Filiale in Vietnam eröffnen. Die Konzession für den Aufbau der Schnellrestaurants in dem kommunistischen Land erhielt der Schwiegersohn von Ministerpräsident Nguyen Tan Dung, Henry Nguyen, teilte das Unternehmen mit.

Nach der Schlussglocke stehen noch die Zahlen von Yahoo an. Dann dürfte sich ansatzweise abzeichnen, ob der Umbau des Internet-Pioniers unter Chefin Marissa Meyer langsam Früchte trägt. Im Vorfeld tendierten die Titel noch um 1,68 Prozent leichter bei 26,88 Dollar.