Dow Jones / NYSE

US-Börsen

Wall Street schließt tiefrot

Dow Jones verlor 292,60 Punkte oder 1,62% auf 17.718,54 Einheiten.

Der Abwärtstrend an der Wall Street hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Die US-Börsen verzeichneten den dritten Verlusttag in Folge und schlossen einheitlich im tiefroten Bereich. Insbesondere Aktien aus dem Technologie-Sektor gerieten unter Verkaufsdruck. Belastend wirkten schwache Daten zu den Auftragseingängen im Februar.

Der Dow Jones ging um 292,60 Punkte oder 1,62 Prozent schwächer bei 17.718,54 Einheiten aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500 Index verlor 30,45 Punkte oder 1,46 Prozent auf 2.061,05 Zähler. Am schlimmsten traf es jedoch die Technologiebörse Nasdaq. Der Nasdaq Composite Index sackte um 118,21 Einheiten oder 2,37 Prozent auf 4.876,52 Zähler ab.

Die Aufträge für langlebige Güter sind um Februar deutlich um 1,4 Prozent gefallen. Dies kam überraschend - Analysten hatten einem leichten Anstieg gerechnet. Gleichzeitig korrigierte das US-Handelsministerium den Wert vom Jänner nach unten. Demzufolge hat der Zuwachs zu Jahresbeginn nur 2,0 Prozent und nicht 2,8 Prozent betragen. Damit hellte sich die Stimmung an der Wall Street auch nach zwei Verlusttagen nicht auf. Notierten die Indizes anfänglich nur leicht im Minus, bauten sie ihre Verluste im Verlauf weiter aus und gingen schließlich im tiefroten Bereich aus dem Handel.

Auf Unternehmensseite stand ein Milliarden-Zusammenschluss in der Lebensmittelbranche im Mittelpunkt: Die beiden Traditionskonzerne Heinz Ketchup und Kraft Foods werden fusionieren. Das neue Unternehmen soll "The Kraft Heinz Company" heißen und mit einem Umsatz von rund 28 Milliarden US-Dollar der drittgrößte Nahrungsmittel- und Getränkekonzern in Nordamerika und die Nummer fünf weltweit werden. Als Besitzer von Heinz werden Warren Buffet und der Finanzinvestor 3G zusammen 51 Prozent an dem neuen Lebensmittelkonzern halten. Die Anleger zeigten sich vom Deal begeistert, die Kraft-Aktie schloss mit einem massiven Plus von 35,59 Prozent bei 83,15 Dollar.

Dies war jedoch nicht die einzige Übernahme, die für Bewegung an den Aktienmärkten sorgte. Der Druckerhersteller Lexmark hat angekündigt, den Softwarehersteller Kofax zu übernehmen. Dessen Papiere sprangen um 46 Prozent nach oben. Die Anteilsscheine von Lexmark wiederum stiegen um 6,08 Prozent.

Schwach zeigten sich hingegen Technologie-Aktien. Neben den deutlichen Kursverlusten an der Technologiebörse Nasdaq gehörten Papiere aus diesem Sektor auch im Dow Jones zu den schwächsten Werten. So verloren Microsoft 3,36 Prozent, Intel gaben um 2,92 Prozent nach und Apple verbilligten sich um 2,61 Prozent.

In der Gewinnzone schlossen im Dow allerdings ohnehin nur zwei Werte - die beiden Papiere aus dem Öl-Sektor. Chevron waren mit einem Plus von 1,41 Prozent Tagessieger im Index, Exxon Mobil legten immerhin noch 0,40 Prozent zu. Die Ölpreise haben am Mittwoch trotz eines Rekordhochs bei den US-Ölreserven zugelegt. Ein Rückgang des Dollarkurses habe den Notierungen Auftrieb verliehen, hieß es aus dem Handel. Ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Mittwochabend 48,92 Dollar und damit um 2,97 Prozent mehr als am Vortag.