Wiener Börse: ATX höher ins Wochenende

Bankwerte im Fokus

Wiener Börse: ATX höher ins Wochenende

Raiffeisen überspringt 30-Euro-Marke - Erste Group ebenfalls gesucht.

Die Wiener Börse hat am Freitag freundlicher Tendenz geschlossen. Der ATX stieg 8,72 Punkte oder 0,32 Prozent auf 2.721,76 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 17 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.705 Punkten.

An einem wenig bewegten Handelstag konnte der ATX im Späthandel seine Gewinne festigen. Auch die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten brachten nicht die erwarteten Impulse, da sie durchwegs gemischt ausfielen. Die US-Industrieproduktion ist wie erwartet gestiegen und die Baubeginne sanken nicht so stark wie prognostiziert, während auf der anderen Seite die Baugenehmigung überraschend stark absackten und der Michigan Sentiment Index enttäuschte.

Am heimischen Markt standen erneut Bankwerte im Fokus. Raiffeisen setzten nach anfänglichen Verlusten ihren Aufwärtstrend fort und schlossen 4,80 Prozent fester bei 31,00 Euro. Damit legten die Aktien auf Wochensicht knapp 16 Prozent zu und konnten erstmals seit knapp einem Jahr die Marke von 30 Euro überspringen.


Händler verwiesen auf Short-Eindeckungen in Zusammenhang mit der angekündigten Kapitalerhöhung. Der Markt geht davon aus, dass die RBI die jüngste Kurserholung nutzen wird, ihre Kapitalerhöhung um bis zu 2,25 Mrd. Euro möglichst rasch über die Bühne zu bringen, hieß es.

Erste Group befestigten sich 1,86 Prozent auf 29,10 Euro. Unter den weiteren Schwergewichten stiegen Andritz und Immofinanz jeweils 0,62 Prozent auf 43,00 Euro bzw. 3,59 Euro. voestalpine reduzierten sich 0,72 Prozent auf 35,85 Euro. OMV sanken kräftige 2,16 Prozent auf 35,28 Euro.

Telekom Austria verloren 1,30 Prozent auf 6,51 Euro. Der Mexikaner Carlos Slim hat seine Anteile an der Telekom Austria neu geordnet und seinen Einfluss damit sichtbarer gemacht. Seine Firma America Movil kontrolliert nun ganz offiziell 26,8 Prozent der Telekom-Aktien, davon knapp mehr als 25 Prozent über die niederländische Tochter Carso Telekom. Bisher waren gut drei Prozent in Familienstiftungen geparkt.