HETA

Hypo Alpe Adria

Frist im Heta-Schuldenstreit läuft ab

Bis 17 Uhr müssen alle Anleihegläubiger ihre Entscheidung gefällt haben.

Um 17 Uhr ist Deadline für Kärnten: Bis dahin haben die Geldgeber der einstigen Hypo Alpe Adria noch Zeit, das Angebot des Landes Kärnten zum Rückkauf landesgarantierter Anleihen der früheren Hypo - der heutigen staatlichen Bad Bank Heta - anzunehmen oder abzulehnen. Dass die nötige Zweidrittelmehrheit zustande kommt, galt zuletzt als unwahrscheinlich.

Front der Skeptiker
Kärnten hat den Gläubigern angeboten, ihnen Anleihen im Volumen von mehr als 10 Mrd. Euro mit 25 Prozent Abschlag abzulösen. Vorfinanziert würde ein solcher Deal hauptsächlich mit Krediten vom Bund. 75 Prozent Quote war, wie sich abgezeichnet hat, vielen großen Anleihe-Gläubigern (Banken, Versicherungen, Fonds) aber zu wenig. Auch eine kurzfristige Aufbesserung in Form einer Umschuldung in günstige Nullkuponanleihen der Republik hat die Front der Skeptiker bisher nicht aufgeweicht.

Keine Insolvenzszenarien
Scheitert das freiwillige Abfindungsangebot tatsächlich, würden für das Land Kärnten trotzdem keine Insolvenzszenarien gewälzt, versichert der Bund. Für die Anleihegläubiger der Abbaubank Heta wird ein in der Folge anstehender behördlicher Schuldenschnitt aber nicht nur 25 Prozent Verzicht auf die ursprünglichen Anleihesummen bedeuten, sondern deutlich höhere Ausfallsquoten. Jahrelange Prozesse wären die Folge.