Anleger zogen Geld aus Investmentfonds ab

2013

Anleger zogen Geld aus Investmentfonds ab

Gesamtvolumen stagnierte bei 145 Mrd. Euro.

Extrem niedrige Sparzinsen, hohes Geldvermögen, steigende Kurse an den Aktienmärkten - eigentlich ein perfektes Umfeld für Veranlagungen in Investmentfonds, meint die Fondsbranche. Trotzdem blieb 2013 die Volumensentwicklung bescheiden. Sowohl private als auch institutionelle Anleger zogen Geld ab.

Das Volumen der österreichischen Investmentsfondsbranche stagnierte im Vorjahr bei 145,29 Mrd. Euro, ein Plus von lediglich 0,6 Prozent, teilte der Branchenverband VÖIG am Donnerstag mit. Hauptsächlich zu verdanken war das den Kursgewinnen von 3,96 Mrd. Euro. Privatanleger nahmen 270 Mio. Euro aus den Fonds heraus, bei den Großanlegern betrugen die Nettomittelabflüsse 555 Mio. Euro. Die Höhe der Gesamtausschüttungen belief sich auf 2,26 Mrd. Euro.

Bei den Aktienfonds lief es besser. Hier gab es einen Nettomittelzufluss von 419 Mio. Euro. Aktienfonds mit Veranlagungsschwerpunkt Nordamerika legten um 24,6 Prozent zu, Euroland-Aktienfonds um ein Fünftel. Gemischte Fonds wuchsen zwischen 2,9 und 7,2 Prozent, Euro-Geldmarkt- und Rentenfonds lediglich um 0,18 bis 0,45 Prozent.

Beliebt waren im Vorjahr auch Immobilienfonds, bei denen es Nettomittelzuflüsse von 663 Mio. Euro gab. Die durchschnittliche Einjahresperformance war mit 1,2 Prozent eher mau.

Die 24 österreichischen Verwaltungsgesellschaften verwalteten Ende Dezember 2.153 Wertpapierfonds. 147 wurden neu aufgelegt, 140 geschlossen und 13 fusioniert.