ATX schließt kaum verändert

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ATX schließt kaum verändert

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voestalpine vor Zahlenvorlage am Mittwoch klar tiefer,schwächeres zweites Quartal erwartet.

Die Wiener Börse hat am Dienstag prozentuell unverändert geschlossen. Der ATX fiel 0,12 Punkte oder 0,00 Prozent auf 2.476,50 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 16 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.492,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,22 Prozent, DAX/Frankfurt +0,15 Prozent, FTSE/London -0,30 Prozent und CAC-40/Paris +0,00 Prozent.

   In einem verhaltenen europäischen Börsenumfeld machte der heimische Leitindex den gesamten Handelstag über ebenfalls keine großen Sprünge. Kursgewinne aus dem Eröffnungshandel erwiesen sich ebenso wenig als dauerhaft wie die darauffolgenden Verluste am Vormittag. Ab Mittag bewegte sich der ATX dann wenig spektakulär in einer engen Bandbreite an der Nulllinie entlang. Schlussendlich ging der Index prozentuell unverändert aus dem Handel.

   Im weiteren Wochenverlauf dürfte die Berichtssaison wieder Fahrt aufnehmen, nachdem sie zu Wochenbeginn eine Verschnaufpause eingelegt hatte. Bereits heute hat Valneva Neunmonatszahlen vorgelegt. Die Biotechfirma hat ihren Nettoverlust von 14,8 Mio. im Vorjahreszeitraum auf 19,8 Mio. ausgeweitet. Die Valneva-Aktie schloss als einer der schwächsten Werte im prime market um 1,98 Prozent tiefer bei 3,51 Euro.

   Am Mittwoch wird mit der voestalpine dann auch wieder ein ATX-Konzern Zahlen präsentieren. Von der APA befragte Analysten erwarten für das erste Halbjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn einen Aufwärtstrend im Vergleich zum Vorjahr. Dies dürfte allerdings hauptsächlich dem starken ersten Quartal geschuldet sein. Das zweite Quartal könnte sich operativ und beim Nettogewinn etwas belastet zeigen. Die Papiere der voestalpine gingen um 1,33 Prozent tiefer bei 33,00 Euro aus dem Handel.

   Auf der Gewinnerseite standen hingegen die Anteilsscheine der Porr, die sich um deutliche 3,24 Prozent auf 25,50 Euro verteuerten. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben die Papiere des Baukonzerns von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und ihnen 30 Prozent Aufwärtspotenzial attestiert.

   Gleich zwei positive neue Studien gab es zur Erste Group: Die Citigroup bewertet die Aktie der Bankengruppe nun mit "Buy" anstatt wie bisher mit "Neutral". Gleichzeitig wurde das Kursziel von 31,0 Euro auf 32,50 Euro erhöht. Barclays wiederum erhöhte das Kursziel von 29,90 auf 31,10 Euro, beließ das Anlagevotum aber bei "Equal Weight". Mit einem Plus von 1,57 Prozent auf 28,50 Euro gehörten die Papiere am Dienstag zu den stärksten ATX-Werten.

   Daneben durften sich auch Wienerberger und die Post über Hochstufungen freuen: Die Baader Bank hat ihre Anlageempfehlung für die Titel des Ziegelherstellers von "Sell" auf "Hold" angehoben und das Kursziel ebenfalls deutlich von 8,70 Euro auf 16,50 Euro nach oben geschraubt. Die Wienerberger-Aktie schloss um 0,21 Prozent verbessert bei 16,40 Euro.

   Die Papiere des Post wiederum wurden von der Raiffeisen Centrobank (RCB) von "Hold" auf "Buy" aufgestuft. Das Kursziel wurde von 41,50 Euro auf 38,50 Euro gesenkt. Im Verlauf gehörten die Anteilsscheine der Post mit einem Minus von 1,70 Prozent auf 33,21 Euro zu den schwächsten Werten im prime market. Sowohl Post als auch Wienerberger werden am Donnerstag Quartalszahlen veröffentlichen.
 

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