Rekord

Eurokurs und Goldpreis auf Höhenflug

Der Goldpreis jagt von einem Rekord zum nächsten. Euro beflügelt.

Wegen unerwartet schlechter US-Wirtschaftszahlen befinden sich der Eurokurs und auch der Goldpreis derzeit auf steilem Anstieg. Der Euro kletterte gestern Früh erstmals seit April wieder über die Marke von 1,36 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am gestrigen Mittwoch auf 1,3611 Dollar fest – nach 1,3460 Dollar am Dienstag.

Schwache US-Wirtschaft
Vor allem die am Dienstag publizierten schwachen Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA beflügelten den Euro, heißt es am Markt. Als belastend für den Dollarkurs werten Experten zudem die Erwartung, dass die US-Notenbank um weitere Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft nicht herumkommen werde.

Auch gegenüber den Richtwerten von Pfund, Yen und Schweizer Franken legte der Euro gestern weiter zu.

Gold bei 1.307,50 Dollar
Beim Gold jagt derzeit ein Allzeithoch das nächste. In den letzten 12 Tagen gab es 10 Preis-Rekorde. Gestern verteuerte sich das Edelmetall erneut auf bis zu 1,312,65 Dollar je Feinunze (31,10 g).

Im Londoner Goldhandel wurde das Fixing gestern mit 1.307,50 Dollar je Feinunze ermittelt, nach 1.294,00 am Dienstag.

Für den Anstieg des Goldpreises gebe es zwei treibende Faktoren, erläutert Hans Engel, Goldexperte der Erste Group. „Die Nachfrage steigt allmählich und das Angebot geht zurück.“ Die Notenbanken der Eurozone, Schwedens und der Schweiz haben in den letzten 12 Monaten nur 6,2 Tonnen Gold verkauft – um 96 % weniger als in den 12 Monaten davor.

Dass sich bereits eine „Goldblase“ gebildet habe, sieht Engel nicht. Derzeit seien erst 0,8 % des Weltfinanzvermögens in Gold und Goldaktien veranlagt.

Potenzial für Silber
Potenzial sieht Engel bei Silber. „Silber gibt es 20-Mal häufiger als Gold, aber es kostet nur ein Sechzigstel.