Europas Börsen schließen ohne Tendenz

Keine klare Richtung

Europas Börsen schließen ohne Tendenz

Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Plus von 0,04 % aus dem Handel.

Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Freitag ohne klare Richtung beendet. Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Plus von 0,04 % bei 2.782,39 Zählern aus dem Handel.

Auch nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten konnte sich auf den europäischen Aktienmärkten keine klare Tendenz durchsetzen. Die um 16.00 Uhr erschienenen Daten wiesen für die USA im November eine Arbeitslosenrate von 9,8 % aus. Ökonomen waren im Vorfeld von nur 9,6 Prozent ausgegangen. In Europa war anscheinend die Entspannung bezüglich der Schuldenkrise von größerer Bedeutung, hieß es aus Händlerkreisen.

In Europa war anscheinend die Entspannung bezüglich der Schuldenkrise von größerer Bedeutung, hieß es aus Händlerkreisen. Die Anleger zeigten sich zum Teil vorsichtig optimistisch, nachdem die jüngsten Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet Spekulationen über Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank beflügelt hatten.

Nachdem die Schuldenkrise bei den Anlegern an Brisanz verloren hatte, waren die Titel einiger Bankenwerte gut gesucht. BNP Paribas gewannen 1,70 % auf 48,84 Euro. UniCredit verteuerten sich um 2,60 % auf 1,70 Euro. Banco Santander legten 1,40 Prozent auf 8,34 Euro zu.

Im Branchenvergleich zeigte sich der Technologiesektor über den gesamten Handelstag stark. Im Plus fand man etwa die Papiere von Philips (plus 1,42 % auf 22,54 Euro) und Nokia (plus 2,10 % auf 7,54 Euro).

Ebenfalls gut gesucht waren, vor dem Hintergrund gestiegener Metallpreise, Rohstoff- und Minenwerte. Die Titel des Gold- und Silberproduzenten Fresnillo sprangen mit einem Kursplus von 3,98 % auf 1.568 Pence an die Spitze des FT-SE-100. Knapp dahinter notierten die Papiere von Kazakhmys (plus 1,61 % auf 1.511 Pence) und Antofagasta (plus 1,63 % auf 1.436 Pence)

Weniger gut erging es hingegen Versicherungswerten. So kamen beispielsweise die Papiere von Old Mutual unter Verkaufsdruck und verloren in London 2,52 % auf 120,1 Pence. Ähnlich ging es den Allianz-Aktien, die in Frankfurt 1,51 % tiefer bei 86,20 Euro schlossen.