ATX Wiener Börse

ATX im Plus

EZB-ZInssenkung beflügelt Wiener Börse

Vor allem Bankaktien zeigten sich nach EZB-Sitzung sehr fest.

Die Wiener Börse hat am Donnerstag klar im Plus geschlossen. Der ATX stieg um 30,05 Punkte oder 1,29 Prozent auf 2.355,01 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,23 Prozent, DAX/Frankfurt +1,03 Prozent, FTSE/London +0,06 Prozent und CAC-40/Paris +1,61 Prozent.

Nachdem der ATX bis Mittag um die Nulllinie tendierte, beflügelte ihn am frühen Nachmittag die überraschende Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Basiszins liegt nun auf einem Rekordtief von 0,05 Prozent - zuvor hatte er 0,15 Prozent betragen. Zudem kündigten die Währungshüter zusätzlich zur erneuten Leitzinssenkung den Aufkauf von Kreditverbriefungen und Pfandbriefen - sogenannten ABS-Papieren - an. Der Start ist für Oktober geplant.

Davon beflügelt präsentierten sich europaweit die Bankaktien, der Sektor lag mit knapp 3,5 Prozent im Plus. Ach an der Wiener Börse legten Raiffeisen (plus 4,75 Prozent auf 20,97 Euro) und Erste Group (plus 2,95 Prozent auf 20,39 Euro) deutlich zu.

Hingegen rutschten Buwog bei hohem Volumen mit einem Abschlag von minus 4,47 Prozent auf 14,76 Euro ans untere Ende des prime market. Die Immofinanz gab heute das Angebot einer Umtauschanleihe im Volumen von 375 Mio. Euro unter Verwendung von Buwog-Aktien bekannt. Die Anleihe werde institutionellen Investoren angeboten. Nach der mehrheitlichen Abspaltung der Buwog per 26. April 2014 hält die Immofinanz noch einen Anteil von 49 Prozent an der Buwog (entspricht rund 48,81 Mio. Stück Aktien), von dem sie sich mittelfristig trennen will. Die Immofinanz-Aktie sank um 0,16 Prozent auf 2,46 Euro.

EVN verbilligten sich um 0,87 Prozent auf 10,25 Euro. Der niederösterreichische Versorger hat die Anleger am Donnerstag mit einer neuerlichen Gewinnwarnung aufgeschreckt. Weitere Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 295 Mio. Euro, wovon 190 Mio. Euro allein auf das Moskau-Engagement entfallen, dürften der EVN im Geschäftsjahr 2013/14 einen Konzernverlust von knapp 300 Mio. Euro bescheren.

Obenauf präsentierten sich die Aktien des Verbund, die Versorgertitel legten um 3,05 Prozent auf 15,35 Euro zu. Die Analysten der Societe Generale haben die Aktien des Verbunds mit dem Votum "Buy" neu in ihre Bewertung aufgenommen. Das Kursziel wurde mit 18,0 Euro festgelegt.