Generali organisiert Italien-Geschäft neu

Die Aktionäre der Generali Versicherung haben sich mit großer Mehrheit für die Neuorganisation des Italien-Geschäfts ausgesprochen und der Fusion der Generali mit der Alleanza Assicurazioni zugestimmt, deren Kontrolle der Triester Konzern komplett übernommen hat, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore". Generali hatte zuletzt den Rückkauf der Minderheitsbeteiligung von 49,65 Prozent an Alleanza Assicurazioni beschlossen.

Nach der Übernahme will Generali die auf Lebensversicherungen spezialisierte Alleanza mit ihrer vor allem im Sachgeschäft tätigen Tochter Toro in einer neuen Gesellschaft zusammenlegen. Die neue Gruppe soll so ihren Kunden sowohl Sach- als auch Lebensversicherungen bieten können. Ziel ist es, die Konkurrenzfähigkeit Generalis auf dem Heimmarkt zu stärken. Die neue Versicherungsgesellschaft wird auf dem italienischen Markt Platz drei nach der Mutter Generali und Allianz einnehmen. Alleanza Assicurazioni soll von der Mailänder Börse genommen werden.

Generali hatte in den vergangenen Jahren immer wieder nach Wegen für eine Komplettübernahme der Alleanza gesucht. Wegen der hohen Ausgaben, die die Übernahme erfordert hätte, hatte der Triester Löwe diesen Schritt nicht gewagt. Schließlich war Alleanza an der Börse noch vor einem Jahr halb soviel wert wie Generali. Heute dagegen liegt der Börsenwert von Alleanza mit rund 4 Mrd. Euro bei einem Fünftel des Wertes der Mutter.