Hypo Stmk: Positive Bilanz bei EGT und Ergebnis

Die steirische Landeshypo hat eine im Vergleich zu den vergangenen Jahren respektable Bilanz 2009 hingelegt: Das Betriebsergebnis ist 2009 mit +18,5 Mio. Euro (2008: -5,5 Mio. Euro) wieder fast auf den Stand von 2006 mit rund 19 Mio. Euro gewachsen.

Auch das EGT wurde von minus 70 Mio. Euro im Jahr 2008 auf ein Plus von rund 3,5 Mio. Euro gedreht. Laut Vorstand habe sich das neue Geschäftsmodell "Hypo plus" mit Konzentration auf das Kerngeschäft Privat- und Geschäftskunden bzw. Immobilienprojektfinanzierungen bewährt.

Die Bilanzsumme des Instituts, an der die Raiffeisen-Landesbank Steiermark (RLB) 75 % minus eine Aktie und das Land Steiermark den Rest der Anteile hält, verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent auf 5,06 (5,57) Mrd. Euro, wie aus der von der Bank am 29. April veröffentlichten Bilanz hervorging. Der Jahresüberschuss belief sich auf 3,4 Mio. Euro nach minus 66,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008.

Mitarbeiterzahl weiter verringert

Der Nettozinsertrag war leicht von 49,1 auf 45,7 Mio. Euro gesunken, die Betriebserträge wuchsen hingegen von 68,4 auf 72,2 Mio. Euro. Die Betriebsaufwendungen verringerten sich von rund 74 auf 53,7 Mio. Euro, womit man fast wieder beim Bilanzwert von 2007 (53,1 Mio. Euro) steht. Die Mitarbeiterzahl hat sich wie in den vergangenen Jahren weiter verringert, von 315 auf 260. Das Eigenkapital beläuft sich auf 39,98 Mio. Euro.

Die Landeshypo hatte in den vergangenen Jahren eine Restrukturierung durchlaufen, auch war die Bank in einigen Belangen schwer gebeutelt worden. Speziell 2005 mussten beträchtliche Verluste durch die kroatische Leasing-Tochter hingenommen werden, in Graz ist derzeit ein Prozess gegen frühere Manager anhängig.

2008 war ein Anteilsverkauf des Minderheitseigentümers Land Steiermark nicht zustande gekommen. Mitte Oktober desselben Jahres hatte dann der Mehrheitseigentümer - die RLB Steiermark - eine Kapitalspritze von rund 70 Mio. Euro zuschießen müssen, um die Bilanz zu retten.