Viele Jugendliche setzen auf das Sparbuch

Jugendliche beim Thema Pensionen pessimistisch

Die Salzburger Jugendlichen sehen der staatlichen Alterssicherung eher pessimistisch entgegen: Zwar sind noch 77 Prozent der Ansicht, die Pensionen seien in den kommenden fünf bis zehn Jahren voll gesichert, für die Pensionen in 10 bis 15 Jahren sinkt diese Einschätzung allerdings auf 15 Prozent, und nur noch drei Prozent sieht die Pensionen beim eigenen Pensionsantritt als gesichert an.

Dies ergab eine GfK-Studie unter Salzburger Jugendlichen im Auftrag der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group (s Versicherung) und der Salzburger Sparkasse, die am 2. September präsentiert wurde. "Mehr als die Hälfte (51 Prozent) rechnen bei ihrer eigenen staatlichen Altersvorsorge mit Schwierigkeiten. Vor allem 25 bis 30-Jährige, Berufstätige und jene mit höherem Einkommen blicken hier besonders pessimistisch in die Zukunft", so Regina Ovesny-Straka, Generaldirektorin der Salzburger Sparkasse.

Altersvorsorge ist Jugendlichen wichtig

Von den befragten jungen Salzburgern zwischen 15 und 30 Jahren gaben 68 Prozent die Altersvorsorge als wichtigsten Grund zur finanziellen Vorsorge an. Zwei Drittel der befragten Jugendlichen in Salzburg haben bereits ein Altersvorsorgeprodukt im eigenen Portfolio. Eine gesicherte private Pension sei den Jugendlichen, die bereits selbst Vorsorgemaßnahmen getroffen haben, immerhin 88 Euro im Monat wert.

Das ideale Vorsorgeprodukt aus Sicht der Jugend in Salzburg zeichnet sich durch hohe Sicherheit aus: "Kapitalgarantie, Sicherheit des Instituts sowie ein möglichst geringes Veranlagungsrisiko werden als die Hauptkriterien im Zusammenhang mit Vorsorgeprodukten genannt", meinte Heinz Schuster, Vorstandsdirektor der s Versicherung. Schuster. Aber auch die Höhe der Kosten, Renditen und Zinsen seien durchaus von Bedeutung. Optimal sei ein Produkt, bei dem das Geld immer dann verfügbar ist, wenn es gebraucht wird.

Sparbuch/Sparkonto und Bausparvertrag

Die beliebtesten Spar- und Vorsorgeprodukte bei den jungen Salzburgern sind laut Studie das Sparbuch/Sparkonto und der Bausparvertrag mit jeweils 58 Prozent, gefolgt von der Privatpension mit staatlicher Förderung (37 Prozent) und der privaten Zusatzpension mit 26 Prozent. "Knapp zwei Drittel (61 Prozent) plant, in Zukunft mittels Sparbuch vorzusorgen, mehr als jeder Zweite (58 Prozent) möchte einen Bausparvertrag abschließen und 30 Prozent der befragten Jugendlichen plant den Abschluss einer Privat-Pension mit staatlicher Förderung", stelle Ovesny-Straka fest.

Die Jugendlichen stecken ihr Geld ausschließlich nicht in die Vorsorge: Mit 48 Prozent Nennungen werden Taschengeld und Einkommen hauptsächlich für die eigene Wohnung und den Haushalt ausgegeben. Es folgen Ausgaben für die Anschaffung alltäglicher Dinge (Kleidung, Pflegeprodukte etc.) mit 43 Prozent. Freizeitaktivitäten (Ausgehen, Lokalbesuche, Kino etc.) nennen 38 Prozent, Reise und Urlaub 35 Prozent als wichtige Gründe für ihre Ausgaben. Etwas weniger Wert legen die Salzburger (im Vergleich zu Gesamtösterreich) auf das Thema Handy und Telefonrechnung (16 Prozent zu 24 Prozent).