London rutschte in der Immo-Investmentgunst ab

Brexit-Metropole

London rutschte in der Immo-Investmentgunst ab

Vom weltweit 2. auf den 3. Platz - New York unangefochten am attraktivsten.

New York ist und bleibt weltweit die attraktivste Stadt für Immobilien-Investitionen. London jedoch verbuchte bei den Transaktionsvolumina zwischen Mitte 2015 und Mitte 2016 starke Einbrüche und rutschte vom zweiten auf den dritten Platz ab. Neue Nummer 2 ist nun Los Angeles, geht aus dem neuen jährlichen "Winning in Growth Cities"-Report des Immoberaters Cushman & Wakefield hervor.

Weltweit blieben die Immoinvestments mit 1,35 Bill. Dollar (derzeit 1,2 Bill. Euro) auf Expansionskurs, wobei das Wachstum erstmals seit 2013 wieder stärker von heimischen statt ausländischen Kapitalflüssen getrieben wurde.

Die globalen Top-25-Investment-Städte konnten ihren weltweiten Marktanteil im Berichtszeitraum von 52,7 auf 53,3 Prozent ausbauen, wie Cushman & Wakefield am Donnerstag erklärte. Der größte Anteil der Investitionen floss dabei in den US-Markt. Dort befinden sich gleich 15 der 25 größten Investmentmärkte weltweit. In Europa schafften es London (Platz 3), Paris (5), Berlin (18) und Amsterdam (Platz 20) in die Oberliga der Top-25.

London musste dem Immoberater zufolge den größten Einbruch verkraften: Die Transaktionsvolumina im dortigen Immosektor fielen von 39 Mrd. auf 25 Mrd. US-Dollar. Auch Frankfurt, Tokio und Washington mussten Einbußen hinnehmen - vor allem wegen mangelnder Immo-Angebote und einer verschärften Wettbewerbssituation.

London habe aufgrund des drohenden EU-Austritts und der damit verbundenen Unsicherheiten schon in der ersten Jahreshälfte 2016 Vertrauen bei Investoren verloren, heißt es. Dennoch habe die Stadt innerhalb Europas ihre Position als attraktivster Standort für Immoinvestments behauptet. Außer Paris (mit Platz 5 unter den Top-Metropolen) gehören den Beratern zufolge nicht nur Kopenhagen und Mailand zur Gruppe der Märkte mit hohem Wachstum, sondern auch Rom und Helsinki sowie etliche "B-Standorte" wie Liverpool, Birmingham, Nürnberg und Stuttgart.

In Nordamerika hätten Los Angeles und San Francisco für Immoinvestoren weiter an Attraktivität gewonnen und ihr weltweites Ranking auf Platz 2 bzw. 4 verbessert. Doch auch weniger namhafte Städte würden immer mehr Kapital anziehen. So zählten 24 US-Standorte zu den globalen Top-50-Städten mit den stärksten Anstiegen.

Im asiatisch-pazifischen Raum werden fünf Märkte zu den globalen Top-25 gezählt. Zwar sei Tokio vom 2. auf den 6. Platz abgerutscht, liege aber weiter an der Spitze der großen Metropolen in der APAC-Region - vor Hongkong (Platz 13), Shanghai (15), Sydney (19), Melbourne (25), gefolgt von Singapur.