Unterstützung für Nabucco-Pipeline

Bau ab 2013

Nabucco-Pipeline geht später an den Start

Der Transport von Gas startet 2017, zwei Jahre später als geplant.

Die Gas-Pipeline Nabucco wird nach Angaben des Firmenkonsortiums später starten als geplant. Der Bau der Leitung, die Gas aus Asien nach Europa transportieren soll, beginne nun ab 2013, sagte Nabucco-Chef Reinhard Mitschek am Freitag in einer Telefonkonferenz. Der Transport von Gas werde nun erst 2017 beginnen. Eigentlich sollte die Pipeline bereits ab 2015 an den Start gehen.

Spekulationen über Kosten-Explosion
Zu den Kosten für das Projekt wollte sich Mitschek nicht äußern. Diese würden überprüft, nachdem die Pipeline nun durch neue Einspeisleitungen um 20 Prozent länger ausfalle als geplant. "Das heißt aber nicht, dass die Kosten im gleichen Ausmaß steigen", sagte er. Reuters hatte am Donnerstag aus Kreisen in der Türkei erfahren, dass sich die Kosten für das Projekt mittlerweile auf 12 bis 15 Mrd. Euro fast verdoppeln könnten.

Abstimmungsprobleme mit Gas-Lieferanten als Grund für Verzögerung

Die Verzögerung des Nabucco-Projekts unter Federführung der OMV wurde von den sechs Shareholdern einstimmig beschlossen, erklärte Nabucco-Geschäftsführer Reinhard Mitschek am Freitag in einer Telefonkonferenz. Das Abstimmen von Plänen mit Produzenten in den potenziellen Lieferländern der Kaspischen Region und im Nahen Osten nannte er als den wesentlichen Grund für die neuerliche Verzögerung des Gaspipelineprojekts. Der Baubeginn wurde um ein Jahr auf 2013 hinausgeschoben, während das erste Gas 2017 fließen dürfte, also zwei Jahre später als bisher geplant. "Wir erwarten, dass die Bezugsverträge dieses Jahr abgeschlossen werden", so Mitschek. Die Gespräche mit den Ländern liefen vielversprechend.

Auch OMV an dem Projekt beteiligt
An dem Projekt sind zu gleichen Teilen die österreichische OMV, die deutsche RWE, die ungarische MOL, die rumänische Transgaz, die bulgarische Energieholding (BEH) und die türkische Botas beteiligt.