Piloten-Streit weitet sich aus

Mehr Krankmeldungen

Piloten-Streit weitet sich aus

Aber Montag keine Flug-Ausfälle - 96,4 % gegen Tyrolean-Verträge.

Bei der AUA wird der Streit um günstigere Kollektivverträge zur echten Kraftprobe zwischen Management und Bordpersonal. Am Wochenende fielen, wie berichtet, 24 AUA-Flüge mangels verfügbarer Piloten aus. Mehr als 100 hatten sich „unfit to fly“ gemeldet, also gesundheitlich nicht in der Lage zu fliegen; auf die Schnelle konnte die AUA keinen Ersatz auftreiben. Auch am Montag meldeten sich wieder zahlreiche der 600 Piloten „unfit“ – jetzt hatte die AUA das aber im Griff, es fielen keine Flüge mehr aus.

Spekulationen, die Krankmeldungen seien ein Protest der Piloten gegen den vom AUA-Management beschlossenen Betriebsübergang auf günstigere Tyrolean-Verträge, weist Bord-Betriebsratschef Karl Minhard empört zurück. Er befürchtet aber Massen-Kündigungen (100 bis 200 Piloten, 43 sind schon weg), dementsprechend ärgere Engpässe im Sommer. Buchungs-Zurückhaltung bei Urlaubern sei schon zu merken, es herrsche Verunsicherung, wie es mit der AUA weitergeht, ist aus Reisebüros zu hören.

Einen Versuch, sich doch noch auf ein Sparpaket statt des Zwangsumstiegs zu einigen, macht der Betriebsrat noch. In einer Abstimmung sprachen sich 96,4 % des Bordpersonals für einen eigenen Spar-Vorschlag aus. Der Vorstand hat allerdings bereits gesagt, dieses Paket sei mehr als 60 Millionen Euro zu teuer.

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