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GlaxoSmithKline will mit bis zu 5 % bei Intercell einsteigen

Der Wiener Impfstoffentwickler bekommt einen starken Partner: GlaxoSmithKline Biologicals (GSK) will mit Intercell bei der Entwicklung und Vermarktung von Pflasterimpfstoffen zusammenarbeiten und sich an dem Wiener Unternehmen mit bis zu 5 % beteiligen.

Ziel der Zusammenarbeit sei die rasche Entwicklung und Vermarktung nadelfreier Pflasterimpfstoffe. Das Abkommen gilt für den Impfstoffkandidaten von Intercell gegen Reisedurchfall, für das sich ebenfalls in Entwicklung befindliche Pflaster gegen pandemische Grippe sowie für die Pflastertechnik, die bei anderen Impfstoffen des GSK-Portfolios zum Einsatz kommen soll.

Die Vertragsbedingungen sehen eine Vorauszahlung von GSK von 33,6 Mio. Euro sowie eine zusätzliche schrittweise Kapitalbeteiligung von bis zu 84 Mio. Euro von GSK an Intercell vor - das entspricht einem Anteil von bis zu 5 %.

Pro Intercell-Aktie hat GSK dabei eine Prämie über dem gestrigen Börsekurs von 18 % gezahlt und damit 31,21 Euro, sagte Intercell-CEO Gerd Zettlmeissl. Obwohl heuer noch 33,6 Mio. Euro aus dem Deal fließen, wird Intercell ein leicht negatives Ergebnis ausweisen. Die Cash-Position zum Jahresende wird aber auf vergleichbarem Niveau wie Ende 2008 liegen - damals waren es 180 Mio. Euro.

GSK hat damit bereits die zweite Biotech-Partnerschaft in Wien, St. Marx geschlossen: Auch beim Alzheimer-Impfstoffentwickler AFFiRiS ist der Konzern bereits eine weitreichende Allianz eingegangen.

Das Abkommen mit Intercell umfasst 2 Impfstoffe, die sich bereits in der klinischen Entwicklung befinden: Eine Vertriebsvereinbarung für den Impfstoff gegen Reisedurchfall (Phase III) sowie das Impfpflaster, das eine einmalige Verabreichung eines Impfstoffes gegen pandemische Grippe ermöglichen soll (Phase II). Darüber hinaus werden im Rahmen der strategischen Partnerschaft weitere potenzielle Pflasterimpfstoffe entwickelt.

"Diese neue Partnerschaft verbindet die Innovationskraft von Intercell bei nadelfreien Impfprogrammen und -technologien mit den Stärken eines Weltmarktführers in Bezug auf Entwicklung und Vermarktung von Impfstoffen", begründete Intercell-CEO Gerd Zettlmeissl die Zusammenarbeit.

"Die Impfpflaster-Technologie hat eindeutig das Potenzial, die Art der Verabreichung von Impfstoffen in Zukunft grundlegend zu verändern. Wir sind davon überzeugt, dass Impfen ohne Nadel zahlreiche Vorteile, wie eine einfachere Verabreichung und eine höhere Durchimpfungsrate zur Folge hat", sagte Jean Stephenne, Vorstand von GSK Biologicals.