GM setzt auf neue Modelle

GM: Nach 21 Monaten wieder Absatzplus erwartet

Wir verzeichnen wirklich einen guten Oktober", sagt GM-Absatz-Analyst Mike DiGiovanni. Es könne auch gelingen, den dritten Monat in Folge den Marktanteil auszuweiten, auf 20 bis 21 %. Damit wäre GM Marktführer in den USA, mit einem dreiprozentigen Vorsprung vor Toyota.

Laut DiGiovanni werden die Marken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC 95 % des Absatzes ausmachen. Vor einem Jahr seien es lediglich 85 % gewesen. GM ist noch nicht aus dem Schneider, wie DiGiovanni weiter betonte. Jedoch erhole sich die Autoindustrie langsam. Für das Gesamtjahr rechne er mit 10,5 Mio. Autoverkäufen in den USA.

GM wird Mitte November seine Bilanzdaten zum dritten Quartal veröffentlichen. Die US-Regierung hatte dem vormals weltgrößten Autokonzern während der Umstrukturierung rund 50 Mrd. Dollar (33,8 Mrd. Euro) zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen hatte 40 Tage nach seinem Insolvenzschutz Anfang Juli den Gläubigerschutz wieder verlassen.

GM will weitere US-Hilfskredite abrufen

Schon bald will GM auch weitere Milliarden aus dem von der US-Regierung bewilligten Hilfstopf abrufen, berichtete das "Wall Street Journal" im Internet. Die neue Tranche soll mehr als 2,5 Mrd. Dollar betragen. Das Geld ist Teil der insgesamt rund 50 Milliarden Dollar, die der Staat zur Rettung von GM bereitgestellt hatte. GM benötige die Kredite diesmal hauptsächlich für die notleidende Ex-Zuliefersparte Delphi.

GM-Chef: Keine weiteren Regierungshilfen nötig

GM plant zudem nicht, die US-Regierung um weitere Finanzhilfen zu bitten. Die plausiblen Szenarien zur Zukunft des Konzerns schlössen aus, dass weitere Hilfen nötig seien, sagte GM-Chef Fritz Henderson zur "Washington Post": "Die zur Verfügung gestellten Finanzmittel waren ausreichend." Das US-Finanzministerium hatte dem vormals weltgrößten Autokonzern während dessen Umstrukturierung mit rund 50 Mrd. Dollar unter die Arme gegriffen.