Bisher lief das Handy-Geschäft schlecht

Intel hofft auf Durchbruch im Handy-Geschäft

Intel hofft auf eine starke Position auch im Geschäft mit Handy-Chips, in dem der weltgrößte Halbleiterkonzern bisher kaum vertreten ist. Auf das erste Intel-Smartphone von LG würden weitere folgen, sagte Intel-Chef Paul Otellini der "Wirtschaftswoche". Er hoffe auch auf den Einsatz von Intel-Chips in Geräten wie dem iPhone oder in Mobiltelefonen mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7.

Bisher machen im Smartphone-Markt vor allem Spezialchip-Hersteller wie ARM das Geschäft. Intel versucht schon seit Jahren, im Mobilfunk-Markt Fuß zu fassen, doch seine Handy-Chips gelten unter anderem als zu stromhungrig. Auch Apple setzt bei Computern zwar auf Intel-Chips, beim iPhone aber auf andere Anbieter. Und im neuen iPad wird ein eigener Apple-Chip stecken.

Zuletzt verbündete sich Intel mit dem weltgrößten Handy-Hersteller Nokia, um im Smartphone-Geschäft voranzukommen. Die beiden Schwergewichte wollen ein neues Betriebssystem für mobile Geräte mit dem Namen MeeGo am Markt etablieren.

Das Hauptgeschäft seines Unternehmens sieht Otellini der "Wirtschaftswoche" zufolge aber weiterhin in der Ausrüstung von Personal Computern und neuen Segmenten wie dem Entertainment im Auto. "Der Tod des PCs wird schon seit mehr als zehn Jahren prophezeit. Doch aktuell werden mehr als 300 Millionen Rechner pro Jahr verkauft, der Trend geht in Richtung 500 Millionen", sagte Otellini.