Japan bietet der Ukraine Milliardenhilfe an

Die japanische Regierung hat für die Stabilisierung der vom Bankrott bedrohten Ukraine finanzielle Hilfen im Umfang von 150 Milliarden Yen (1,06 Milliarden Euro) angeboten. Drei Viertel der Summe solle in Form von zinsgünstigen Krediten zur Verfügung gestellt werden, erklärte Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Dienstag.

Ministerpräsident Shinzo Abe bot die Unterstützung für die Ukraine am Montag beim Gipfeltreffen der Gruppe aus sieben großen Industriestaaten (G-7) in Den Haag an. Vorbedingung für japanische Hilfszahlungen sei der Abschluss eines Abkommens zwischen der Ukraine und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein Reformprogramm, erläuterte Suga. Eine Delegation des IWF befindet sich seit Anfang März in der Ukraine. Kiew hofft auf Zusagen der Organisation für Unterstützung in Höhe von 15 Milliarden Dollar (fast elf Milliarden Euro).

Russland hatte sich die bisher ukrainische Halbinsel Krim am Freitag ungeachtet internationaler Proteste einverleibt, nachdem sich die Bevölkerung in einem umstrittenen Referendum mehrheitlich für die Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen hatte. Russische Einheiten stürmten darauf mehrere ukrainische Militärstützpunkte, die Regierung in Kiew ordnete mittlerweile den Abzug ihrer Truppen an. Am Montag wurde auf der Krim auch der Rubel als zweite Währung neben der ukrainischen Hrywnja eingeführt.