Japan-Krise bremst Börsengänge von Hutchison und Glencore

Die Japan-Krise bremst Börsengänge in Europa und Asien. Der Hongkonger Hafenbetreiber Hutchison Port Holdings zahlte am Freitag bei seinem Debüt in Singapur einen spürbaren Preis für die herrschende Unsicherheit. Die Aktien des konjunktursensiblen Branchenprimus gaben am ersten Tag knapp sieben Prozent auf 95 Cent nach.

Auch der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore nimmt das Tempo aus seinen Plänen, im Mai in London aufs Parkett zu gehen. Das am Umsatz gemessen größte Unternehmen der Schweiz habe vorerst die Auswahl der Konsortialführer gestoppt, die mit der Angelegenheit vertraut waren. Der dänische Dienstleister ISS hat bereits Konsequenzen gezogen und sagte seinen IPO am Donnerstag ab.

Unternehmen brauchen für einen Börsengang ein stabiles Marktumfeld. Nur dann greifen Aktionäre bereitwillig bei den neuen Anteilsscheinen zu. Kurs-Schwankungen lassen Anleger dagegen vor risikoreichen Investitionen in Debüttanten zurückschrecken und auf Altbewährtes in ihren Depots setzen.