Skihelme waren der Verkaufsschlager

Bereits Lieferengpässe

Kaltes Wetter heizt Wintersportgeschäft an

"Wir rechnen in dieser Saison mit einem Umsatzplus von 10 %", sagte der Obmann des Gremiums Sportartikelhandel in der WKÖ, Ernst Aichinger. Es habe bereits Lieferengpässe bei Skihelmen, einzelnen Skimodellen, Schlitten und Schneeschuhen gegeben.

Denn die Händler hatten nur vorsichtig geordert, um nicht auf den Produkten sitzen zu bleiben. Insgesamt gebe es aber noch genug Ware - auch Helme. "Die waren heuer wieder der Star", freute sich der Branchensprecher über den stärksten Umsatzrenner.

Auch warme Schuhe und Accessoires wie Wollmützen waren gefragter denn je. Der beste Verkaufsförderer der Branche sei aber das Wetter. "Vor allem, wenn in den Städten lange Schnee liegt, wirkt sich das unmittelbar auf die Geschäfte aus."

Zuversichtlich ist Aichinger auch für die Umsatzentwicklung im heurigen Gesamtjahr. 2010 sollten die Verkaufserlöse der Sportartikelhändler um 2-4 % zulegen, so das Wetter keinen gröberen Strich durch die Rechnung macht. Die Hoffnungsträger der Branche sind heuer Großereignisse wie die Olympischen Winterspiele in Vancouver, die dieses Wochenende starten, und die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

Für die kommende Wintersaison will Aichinger jedenfalls dementsprechend mehr ordern - bei Skiern etwa um 3 bis 4 % mehr als für 2009/10. Allerdings ist mit Skiern den Angaben der Händler zufolge nicht das große Geld zu machen: Skier gelten fast nur noch als Durchlaufposten ohne Gewinnmargen. Die Preise seien heuer erneut um 5-10 % auf durchschnittlich 350 Euro gesunken.

"Wir brauchen den Ski aber, um das Drumherum verkaufen zu können", erklärte Aichinger. "Bei anderen Artikeln bleibt eine Marge von 1,5 bis 2,5 % übrig, beim Ski bleibt nichts."