Moody's stellt Herabstufung russischer Banken in Aussicht

Die Ratingagentur Moody's könnte die Bonität russischer Banken herunterstufen, falls deren Eigenkapitalausstattung infolge der drohenden internationalen Wirtschaftskrise von 16,7 Prozent (Mitte 2011) auf 10 Prozent fallen sollte.

Sollte sich das Szenario aus dem Jahr 2008 wiederholen, dann würden die Bankengewinne schmelzen und ihre Kapitalkraft sinken, warnt die Ratingagentur laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Die russische Notenbank hat bereits am Montag den Banken bis zu 1 Billion Rubel (23,1 Mrd. Euro) in Aussicht gestellt, um deren Rubel-Liquidität aufzustocken. "Da wir Devisen verkaufen, kann es zu einigen Rubel-Engpässen im Bankensektor kommen", sagte Notenbankchef Sergej Ignatiew. Der Regulator dürfte von den Refinanzierungsschemata aus der Wirtschaftskrise 2008/09 wieder Gebrauch machen, sagte er und fügte hinzu, dass die Notenbank keine "speziellen Risiken" für den Wechselkurse des Rubel sehe, weil unter anderem die Exportpreise von russischen Rohstoffen auf hohem Niveau blieben.