Wachstum in Österreich schwächt sich ab

OECD-Prognose

Wachstum in Österreich schwächt sich ab

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in ihrem am Dienstag (21. Mai) veröffentlichten Ausblick für Österreich eine Abschwächung des Wachstums auf "rund eineinhalb Prozent" des Bruttoinlandsprodukts in den Jahren 2019 und 2020 prognostiziert. Konkret soll die heimische Wirtschaft heuer um 1,4 und nächstes Jahr um 1,6 Prozent wachsen, nachdem sie 2018 um 2,7 Prozent zulegte.

Damit liegt Österreich etwas über dem Schnitt der Eurozone, für die die OECD ein BIP-Wachstum von 1,2 Prozent heuer und 1,4 Prozent im nächsten Jahr erwartet.

Starker Privatkonsum

Der private Verbrauch bleibe ein wichtiger Wachstumsmotor. Die Konjunkturverlangsamung im Euroraum belaste allerdings die Investitions- und Handelstätigkeit. Die Inflation werde voraussichtlich nahe der Zielvorgabe verharren.

Die Arbeitslosigkeit soll nach 4,8 Prozent im Jahr 2018 leicht auf 4,6 Prozent heuer und im nächsten Jahr sinken. Der eher langsame Rückgang der Arbeitslosigkeit erkläre sich aus einer gewissen strukturellen Arbeitslosigkeit einerseits und dem starken Wachstum der Erwerbsbevölkerung infolge der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und einer steigenden Erwerbsbeteiligung andererseits.

Steuereinnahmen bleiben hoch

Hohe Steuereinnahmen dank eines robusten Beschäftigungswachstums werden zu einem leichten Überschuss im Staatshaushalt führen, heißt es. Die Fiskalpolitik sollte den verfügbaren Spielraum in den öffentlichen Finanzen nutzen, vor allem wenn der Abschwung stärker ausfällt als erwartet. Der Bezug auf die laufende Steuerreform im Bericht ist durch den Zusammenbruch der türkis-blauen Koalitionsregierung nicht mehr aktuell.

Strukturpolitische Maßnahmen sollten auf eine Steigerung des Produktivitätswachstums abzielen, indem der Wettbewerb im Dienstleistungssektor gefördert wird. Weiters sollten Maßnahmen für eine bessere Integration der sozial Schwächsten in der Gesellschaft ergriffen werden - "insbesondere der Geringqualifizierten, Älteren, Migranten und Flüchtlinge", mahnt die OECD.

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