Öl-Vorräte sind auch in der Krise ausreichend

US-Ölkonzern Apache kauft Rivalen Mariner

Die Fusionswelle in der Rohstoffbranche rollt weiter: Apache will den Ölförderer Mariner Energy für 2,7 Mrd. Dollar übernehmen. Es ist die zweite Investition von Apache in dieser Woche in ein Projekt im Golf von Mexiko, wo Mariner hauptsächlich tätig ist. Erst am Montag hatte Apache angekündigt, für 1,05 Mrd. Dollar Öl- und Gasanlagen von Devon Energy zu kaufen.

Übernahmen und Anteilskäufe bestimmen derzeit die Rohstoffbranche. Erst am Dienstag hatte ein Tochterunternehmen des staatlichen chinesischen Ölkonzerns Sinopec mitgeteilt, für 4,65 Mrd. Dollar die Anteile von ConocoPhillips am Syncrude-Projekt in der kanadischen Provinz Alberta zu übernehmen.

Apache als zweitgrößter unabhängiger Öl- und Gas-Produzent der USA hinter Marktführer Anadarko erklärte am Donnerstag, den Kaufpreis in bar und in eigenen Aktien zu zahlen. Die Aktie von Mariner werde dabei mit 26,22 Dollar bewertet, was ein Aufschlag von 45 % auf den Mariner-Schlusskurs von Mittwoch sei.

Beide Unternehmen hätten sich auf eine Übernahme verständigt. Apache-Aktien fielen am Donnerstag um 1,6 %, die Papiere von Mariner sprangen um 41 % auf 25,63 Dollar.