Frau mit Maske in einem Bekleidungsgeschäft

Umsatzverluste von 2,7 Mrd. Euro

Handel: Lockdown "historische Katastrophe"

WKÖ-Handelsobmann: Besonders schlimm ist, dass es "vermeidbar gewesen wäre 

Der erneute Corona-Lockdown trifft die heimischen Händler wieder im anlaufenden Weihnachtsgeschäft. "Es ist eine historische Katastrophe", sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik zur APA. Besonders schlimm sei, dass es "vermeidbar gewesen wäre". Ab 22. November dürfen nur Geschäfte des täglichen Bedarfs für drei Wochen komplett offen halten, bei den anderen Händlern ist nur "Click & Collect" sowie Abholung nach Vorbestellung möglich.

Zu den Geschäften des täglichen Bedarfs zählen unter anderem Supermärkte, Drogerien und Apotheken, Postämter und Telekom-Shops. Bei den anderen Händlern herrsche "große Frustration und Enttäuschung", so der WKÖ-Handelsobmann. "Es trifft uns zum zweiten Mal beim Weihnachtsgeschäft." Es gebe außerdem wieder das Problem der Sortimentsabgrenzung, dass nun Lebensmittelhändler und Drogeriemärkte vermehrt Spielwaren verkaufen würden und Spielwarengeschäfte im Lockdown geschlossen seien.

Wirtschaftskammer und Handelsverband drängen auf umfassende Corona-Wirtschaftshilfen für die Händler. "Ein harter Lockdown im Weihnachtsgeschäft bedeutet, dass wesentliche Teile des stationären österreichischen Handels existenziell gefährdet sind und selbstredend dessen Arbeitsplätze", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer Aussendung. In der Branche werde es Umsatzverluste von rund 2,7 Mrd. Euro geben, erwartet Will. Der Handelsverband drängt deswegen auf eine Ausweitung des Ausfallsbonus und neue Liquiditätshilfen zur Stabilisierung des Handels.