Die Krankheit breitet sich immer weiter aus

Erste Schweinegrippe-Fälle in Nord- und Südtirol

Je ein Fall von Schweinegrippe ist sowohl in Nord- als auch in Südtirol am 17. Juli bekannt geworden. Eine 18-jährige Frau aus dem Bezirk Innsbruck-Land war auf Gran Canaria gewesen und liege nun seit 14. Juli in der Innsbrucker Universitätsklinik, sagte ein Klinik-Sprecher.

In Südtirol war ein junger Mann aus dem Urlaub in Spanien zurückgekehrt. Mit leicht erhöhter Temperatur war er ins Krankenhaus Bozen zur Untersuchung gekommen. Die Tirolerin sei am 12. Juli von ihrer Maturareise auf der Ferieninsel zurückgekehrt, zwei Tage später sei das Grippevirus A (H1N1) bestätigt worden. "Seitdem liegt sie auf der Isolierstation der Infektiologie", teilte ein Sprecher der Tilak (Tiroler Landeskrankenanstalten) mit. "Es geht ihr ausgezeichnet. Sie ist fieberfrei und wird noch einige Tage auf der Isolation bleiben", erklärte der behandelnder Arzt, Gernot Fritsche. Der Krankheitsverlauf sei "komplikationslos".

Rund um die Patientin sei eine "Umgebungsabklärung" vorgenommen worden. "Alle Personen, die einen engen oder direkten Kontakt mit der 18-Jährigen hatten, haben eine antivirale Medikation zur Vorsorge bekommen", schilderte Franz Katzgraber von der Tiroler Landessanitätsdirektion. Nachdem dies bereits der über 40. Fall in Österreich sei, sei es eine "routinemäßige Abhandlung".

"Es war der erste Fall in Südtirol und wir haben den Mann stationär aufgenommen. Wir wollten ihn kontrollieren", schilderte der Primar Peter Mian der APA. Kollegen aus Deutschland, die mit dem Südtiroler auf einer spanischen Insel geurlaubt hatten, hätten ihn per SMS über ihren Krankenhausaufenthalt aufgrund der Schweinegrippe informiert. Deshalb sei der Mann nach seiner Rückkehr am 10. Juli zwei Tage später in das Krankenhaus gekommen. Der Patient sei am 16. Juli entlassen worden.