In der Luft schweben mehr Pilze als angenommen

In der Luft schweben viel mehr Pilzsporen als Forscher bisher vermutet haben: In jedem Kubikmeter zählten Mainzer Wissenschafter 1.000 bis 10.000 Sporen. Mit Erbgutanalysen identifizierten sie mehrere hundert Pilzarten in der Luft, wie das Max-Planck-Institut für Chemie und die Universität Mainz mitteilten. Menge und Artenvielfalt seien wesentlich höher als bisher angenommen, berichten die Forscher um Ulrich Pöschl in den "Proceedings" der US- Akademie der Wissenschaften ("PNAS"; online vorab).

Diese erste systematische Studie über Pilz-Erbgut in der Luft zeige, dass der Anteil der Pilze, die Allergien auslösen, Pflanzen schädigen und Krankheiten erregen könnten, größer sei als gedacht. Mit der neuen Methode ließen sich biologische Schwebteilchen besser charakterisieren. Solche Untersuchungen seien unter anderem wichtig für die Überwachung genveränderter Pflanzen.