"Neue Grippe" eventuell weniger infektiös

Die neue A(H1N1)-Influenza könnte weniger infektiös als ursprünglich angenommen sein. Darüber berichtet das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) in seinem Statusbericht. Demnach dürfte die höchste zu erwartende Übertragungsrate bei 1,5 liegen - also ein Infizierter würde dann im Schnitt 1,5 weitere Personen anstecken.

Am Beginn der Pandemie war man noch von einem Koeffizienten von 2,2-Ansteckungen pro infizierter Person ausgegangen. In Neuseeland und Australien waren es zunächst zwischen 2,0 und 2,3 gewesen. Die "normale" (saisonale) Influenza hat einen Koeffizienten von 1,2.

Das ECDC: "Jüngere Abschätzungen in Australien sprechen von einer Übertragungsrate von 1,2 bis 1,5." An dem Faktum, dass sich die Schweinegrippe aber weltweit weiter ausbreitet, ändert das nichts - kann aber die Geschwindigkeit der Entwicklung beeinflussen.