Wirkstoff aus Krems soll chronische Wunden heilen

Bei der Behandlung chronischer Wunden hat das Technopol Krems einen Erfolg zu verbuchen: Ein neuer Wirkstoff, der den Heilungsprozess chronischer Wunden um bis das Dreifache beschleunigt, wurde vom Biotechnologieunternehmen Tissue Med Biosciences (TMB) entwickelt, berichtete Niederösterreichs Wirtschaftsagentur Ecoplus in einer Aussendung.

Der Wirkstoff ist ein mit Hilfe gentechnische Methoden hergestellter Wachstumsfaktor, ein Protein namens TMBP-3. "Die Testergebnisse zeigen, dass TMBP-3 die körpereigene Regenerationsfähigkeit der Zellen ankurbelt", erklärte TMB-Geschäftsführer Rudolf Berger. Die Wundheilung erfolge aber nicht schneller, sondern auch effizienter. Produziert werden die Proteine über Bakterien, die Kosten sind daher gering.

Über die Förderung eines neuen Forschungsprojekts kann man sich am Technopol Wiener Neustadt freuen. Ein Projekt von der Firma Attophotonics Biosciences, bei dem Aufdrucke und Etiketten von Lebensmitteln aus neuartigen Nanofarbpigmenten entwickelt werden soll, erhielt seitens des Landes eine Förderzusage. Die neuen Verpackungsmaterialien sollen dem Konsumenten durch Farbänderungen (grün - gelb - rot) anzeigen, ob ein Nahrungsmittel noch frisch oder bereits verdorben ist.