Gäste weichen oft in exklusive Wellness-Hotel aus

Markt gesättigt

Weniger Gäste in den heimischen Thermen

Der Markt für Freizeit-Thermen ist in Österreich weitgehend gesättigt. Die Zahl der Gäste ist im abgelaufenen Jahr - flächenbereinigt - um 2,7 % auf rund 205.000 geschrumpft, geht aus einer Studie von Kreuzer Fischer & Partner hervor.

"Keines der etablierten Häuser meldet für 2009 einen signifikanten Gästezuwachs", so Studienautor Andreas Kreutzer. Marktwachstum lasse sich offenbar nur noch über Neueröffnungen erzielen.

Bereinigt man die Gästezahlen nicht um die jüngsten Kapazitätserweiterungen - die Grimming Therme in der Steiermark, die St. Martins Therme im Burgenland, die Wiedereröffnung der Therme Bad Hall in Oberösterreich und die Therme Vigaun in Salzburg sowie das erste volle Geschäftsjahr der Asia Therme in Linsberg - ergibt sich ein Gästeplus von 1,8 %.

"Die Attraktivität eines Thermenbesuchs schrumpft rapide", so Kreuzter. Die Freizeiteinrichtungen hätten in den vergangenen zehn Jahren trotz ständiger Aufrüstung den Neuerungswert verloren. Ein Thermenbesuch wird nur von einer Minderheit als etwas Besonderes erachtet.

Auch die Alle-Zielgruppen-Konzepte der meisten Thermen, die als Familien-Freizeit-Einrichtung und als Schlechtwetter-Alternative verkauft werden, führen der Studie zufolge an 70 Tagen im Jahr zu Überfüllung, verursachen oft hohe Lärmpegel und vertrieben den spendablen Wellness-Gast mehr und mehr in exklusive Wellness-Hotels.