Noch ist die Zahl der LNG-Carriers überschaubar

RWE springt bei Flüssiggas-Projekt LNG Adria ab

Die Deutschen wollen sich aus der internationalen Projektgesellschaft Adria LNG zurückziehen, die einen LNG-Terminal bei Krk plant.

Das Konsortium, an dem die RWE mit 16,69 % beteiligt ist, betonte, dass der Rückzug keinen Einfluss auf das Projekt haben werde. Auch die OMV ist mit einem Anteil von 25,58 % an dem Projekt beteiligt.

Der RWE-Anteil soll auf die restlichen Konsortialpartner verteilt werden. Allerdings betonte das Konsortium, dass eine Viertel-Beteiligung an dem Projekt für kroatische Unternehmen zulasten der ausländischen Partner reserviert ist. Dieser Änderungen würden daher den künftigen 75-%-Anteil der ausländischen Partner betreffen. Neben der OMV ist der deutsche Energiekonzern E.ON Ruhrgas (31,15 %), die französische Total (25,58 %) und der slowenische Geoplin (1 %) an dem Konsortium beteiligt.

Auf kroatischer Seite wurden im Sommer 2009 der staatlichen Stromkonzern HEP (Hrvatska Elektroprivreda), der ebenfalls staatliche Gasversorger Plinacro und der teilstaatliche Ölkonzern INA nominiert, dessen Hauptaktionär seit dem September 2008 die ungarische MOL mit einen Anteil von 47,15 % ist. Die Errichtung des Terminals "sei ein wichtiges strategisches LNG-Projekt in Europa", betonte das Konsortium in seiner Aussendung. Mit der behördlichen Bewilligung über die Flächenwidmung werde im ersten Quartal 2010 gerechnet.

Der geplante Regasifizierungsterminal auf Krk ist für LNG-Tanker mit einem Fassungsvermögen von bis zu 265.000 m3 ausgerichtet und soll anfänglich eine Kapazität von rund 10 Mrd. m3 pro Jahr erreichen. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant. Die erwarteten Investitionskosten betragen rund 800 Mio. Euro.