Spindelegger begrüßt Griechenland-Nothilfe

Außenminister Spindelegger hat die kolportierte EU-Einigung auf eine Nothilfe für Griechenland begrüßt. Es würden die letzten Verhandlungen dazu beginnen, formell abgesegnet seien die Kredithilfen noch nicht, aber "es ist im Laufen", sagte Spindelegger in der Ö1-Sendung "Im Journal zu Gast". Die Hilfe sei jedenfalls nötig, um die gemeinsame Währung zu sichern. "Ich begrüße das sehr."

Laut griechischen Medien geht es um 20 bis 25 Milliarden Euro kombinierte Gelder der EU-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit längerer Laufzeit - zu einem Zinssatz von 5,1 Prozent, wesentlich niedriger als Athen bisher aufbringen musste, um Kredite an den Finanzmärkten zu erhalten. Spindelegger bezeichnete diesen Mix als richtig.

Dass Deutschland Griechenland gegenüber einen harten Kurs eingeschlagen hat, wollte der Außenminister nicht als "Renationalisierung" der EU sehen. Es gehe letztlich darum, dass jedes Land auch seine nationalen Interessen vertrete und die Politiker vor ihre Wähler treten und sagen können, das Beste für das eigene Land herausgeholt zu haben. Es zähle am Ende der gemeinsame Kompromiss. Für Österreich sei ein stabiler Euro jedenfalls das Beste. Man hätte nämlich nichts davon, die Griechenland-Nothilfe nicht mitzutragen und dafür mit einem schwachen Euro kämpfen zu müssen.