Der Volkswagen-Konzern knüpft nach Angaben seines Vorstandschefs Oliver Blume neue US-Investitionen an eine Entlastung bei den Zöllen.
"Bei einer unveränderten Belastung durch die Zölle ist eine große zusätzliche Investition nicht finanzierbar", sagte Blume dem Handelsblatt laut einem Vorabbericht vom Sonntag. Dies gelte auch für ein mögliches Audi-Werk in den USA.
Im Dezember hatte der Konzernchef erklärt, dass Überlegungen zu einem möglichen US-Werk für die Tochter Audi maßgeblich von einer erheblichen finanziellen Unterstützung des amerikanischen Staates abhingen, die es bisher nicht gebe. Europas größter Autobauer hatte zum Jahresende auf einen anhaltenden Sparkurs eingestimmt. Finanzchef Arno Antlitz will die Investitionen in den kommenden Jahren weiter drosseln. Sie sollen bis 2030 bei 160 Milliarden Euro liegen, das ist weniger als in früheren Investitionszyklen.
Die Kassen sind dennoch gut gefüllt: Trotz der Absatzschwäche in China, eines teuren Strategieschwenks bei Porsche und der Zölle von US-Präsident Donald Trump hat VW im vergangenen Jahr überraschend viel Geld eingenommen. Der Barmittelzufluss im Autogeschäft lag bei sechs Milliarden Euro und damit um eine Milliarde Euro höher als noch 2024, wie der Wolfsburger Konzern am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen hatte selbst nicht damit gerechnet. Grund für den höheren Barmittelzufluss war demnach unter anderem eine niedrigere Investitionsquote.