Industrie könnte mit CO2-Rechten Geld verdienen

China und EU vereinbarten intensivere Klima-Gespräche

China und die Europäische Union wollen sich beim Kampf gegen den Klimawandel künftig enger abstimmen. Minister beider Seiten vereinbarten am Donnerstag, sich öfter zu treffen, um über die unterschiedlichen Standpunkte zu diskutieren.

EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard hatte mit dem obersten chinesischen Klimaunterhändler Xie Zhenhua in Peking verhandelt und die gemeinsame Erklärung ausgearbeitet. Hedegaard sprach im Anschluss an die zweitägigen Gespräche von "fruchtbaren Diskussionen".

Bei den nun intensiveren Gesprächen sollen auch die Knackpunkte besprochen werden, die bisher gemeinsame internationale Klimavereinbarungen verhindert haben. China hatte sich beim Weltklimagipfel im Dezember 2009 in Kopenhagen gegen wesentliche Klimaziele gestellt und damit ein erneutes Abkommen verhindert.

Kurz vor dem Neustart der offiziellen Weltklima-Verhandlungen im Juni in Bonn kämpft die EU um mehr Einfluss. Die Stimmen der USA und China spielen bei den Verhandlungen eine wichtige Rolle. Um ein erneutes Desaster zu vermeiden, setzt die EU nun auf bilaterale Klima-Gespräche.