Zentralbanken vereinbaren Hilfsprogramm für Finanzmärkte

Die großen Zentralbanken haben ein weiteres gemeinsames Programm zur Stützung der Finanzmärkte aufgelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Zentralbanken von Kanada, den USA, Japan, der Schweiz und Großbritannien einigten sich auf ein Programm, um "dem globalen Finanzsystem Liquidität zuzuführen", wie die Institute mitteilten.

Ziel sei es, "den Anspannungen an den Finanzmärkten entgegenzutreten" und dadurch einer möglichen Kreditklemme vorzubeugen, um so das Wirtschaftswachstum zu stützen, teilten die Notenbanken weiter mit. Sie hätten sich darauf geeinigt, bestimmte Zinssätze zum Geldleihen untereinander um einen halben Prozentpunkt zu senken. Daneben solle es zwischen einzelnen Zentralbanken befristete bilaterale Abkommen zu solchen Zinsgeschäften geben.

Die Börsen reagierten mit einem deutlichen Kurssprung auf die Ankündigung. Der deutsche Leitindex Dax legte am Handelsplatz in Frankfurt am Main um zwischenzeitlich 4,5 Prozent zu und sprang über die Marke von 6000 Punkten.