Impfdosen

Ruf nach Umverteilung

241 Millionen Impfdosen weggeschmissen

100 Millionen Corona-Impfdosen laufen mit Ende des Jahres ab.  

Wenn man diese Impfdosen nicht schnell umverteilt, dann müsste man diese entsorgen, warnt das Datenanalyse-Unternehmen Airfinity am Montag. 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU. Berücksichtigt man, dass die meisten Länder zwei Monate Haltbarkeit ab Erhalt benötigt, um auch Impfkampagnen durchführen zu können, droht sogar de Gefahr von 241 Millionen nicht verwertbaren Impfdosen. 

Wenn diese Impfdosen umgehend verteilt würden, würde das zusammen mit den bereits gekauften und zur Verfügung gestellten Dosen reichen, um 70 Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen gegen das Coronavirus zu impfen, so das britische Institut, das unter anderem Unternehmens- und Wissenschaftsdaten auswertet. 

WHO warnt vor weiteren Mutationen 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf dringt seit Monaten auf eine fairere Verteilung der Impfstoffe. Je länger das Virus in Ländern mit niedriger Impfquote zirkuliere, desto größer sei die Gefahr neuer Varianten, gegen die die Impfstoffe weniger oder nicht wirkten. 

Die EU-Staaten sowie Japan, Kanada, Großbritannien und die USA werden bis Ende des Jahres nach Angaben von Airfinity zusammen eine Milliarde mehr Impfdosen zur Verfügung haben als sie benötigen, heißt es in der Analyse. Diese Länder haben zugesagt, bis Mitte nächsten Jahres 1,2 Milliarden Impfdosen zu spenden. Davon seien aber erst zwölf Prozent geliefert worden. 



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