Wien. Heute wird die Corona-Taskforce mit Bundeskanzleramt und Gesundheitsministerium tagen. Die Experten des Gesundheitsministeriums drängen auf rasche Entscheidungen und Maßnahmen gegen die steigende vierte Welle und die niedrige Impfquote.
Kommende Woche soll es noch einen Gipfel mit den Landeshauptleuten geben. Derzeit gibt es aber ein ziemliches Tauziehen um Verschärfungen.
Mückstein will jetzt auf Verschärfungen pochen
Strategie. Bei den Grünen seien sich alle einig, dass es eine Rückkehr zu FFP2-Masken in Innenräumen und eine verkürzte Testgültigkeit – 24 Stunden für Antigentests – geben müsse.
In der ÖVP schaut die Lage anders aus. Bundeskanzler Sebastian Kurz und der wahlkämpfende oberösterreichische VP-Landeshauptmann Thomas Stelzer sollen noch auf der Bremse stehen. Sie befürchten, mit Verschärfungen dem „Corona-Wahnsinn“-Kurs von FPÖ-Chef Herbert Kickl in die Hände zu spielen. Daher wollen sie auch vorerst noch keine 1-G-Pflicht – nur Geimpfte und Genesene mit einem Impfstich – in der Nachtgastronomie, wie es wiederum Mückstein will.
Westländer wollen jetzt gegensteuern
Lager. Aber: In der ÖVP gibt es verschiedene Lager. Die westlichen Bundesländer wollen jetzt gegensteuern, um den Wintertourismus zu retten. Auch Wien und das Burgenland sollen an Verschärfungen arbeiten. Der Wirtschaftsflügel der ÖVP wiederum dürfte sich für Impfpflichten in gewissen Bereichen – Gesundheit – und die 1-G-Regel aussprechen. Mückstein plant jedenfalls eine öffentliche Offensive, falls die ÖVP bis zur OÖ-Wahl am 26. September warten will.
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