Schock-Bilder aus Rom: Mann brach mitten auf Straße zusammen

Coronavirus wütet in Italien

Schock-Bilder aus Rom: Mann brach mitten auf Straße zusammen

Mittlerweile stieg die Zahl der Toten in Italien auf 6.077. Wie ernst die Situation ist, zeigen neue schockierende Bilder aus Rom.

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist am Montag erneut angestiegen, allerdings langsamer als in den vergangenen Tagen. 602 mehr Todesopfer als am Vortag wurden am Montag gemeldet. Der Zuwachs ist niedriger als am Sonntag, als die Zahl der Todesopfer um 651 gestiegen war. Die Bilanz der Todesopfer überschritt somit die 6.000-Marke und stieg auf 6.077.

Die Zahl der Infizierten kletterte von 46.638 auf 50.418, das sind 3.780 mehr als am Sonntag, teilte der Zivilschutz in Rom am Montag mit. Auch die Zahl der neu angesteckten Personen wuchs etwas langsamer als in den vergangenen Tagen. 3.204 Personen befinden sich auf der Intensivstation, das sind sechs Prozent aller Infizierten. 7.432 Patienten sind inzwischen genesen. Italien ist das weltweit am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land.

Wie ernst die Lage in unserem Nachbarland ist, zeigen Fotos aus der Hauptstadt Rom. Dort kollabierte ein Mann mit Schutzmaske und blieb mitten auf der Straße liegen. Erst Rettungskräfte brachten den Mann in ein Spital. Ob dieser Zusammenbruch mit dem Coronavirus in Verbindung steht, ist nicht klar. Dennoch erinnern diese Bilder an jene aus dem chinesischen Wuhan. Dort brach das Coronavirus zuerst aus und verbreitete sich in Windeseile auf ganz China und schließlich die ganze Welt. 

© Getty Images

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In der Lombardei, der innerhalb Italiens am stärksten betroffenen Region, wurden um 320 Todesopfer mehr verzeichnet (insgesamt 3.456). Am Samstag war die lombardische Bilanz noch um 546 zusätzliche Toten an einem einzigen Tag gestiegen. Die Zahl der Infizierten in der Lombardei wuchs von 17.885 auf 18.919. 9.266 Menschen liegen in den lombardischen Krankenhäusern, 1.183 auf der Intensivstation, 41 mehr als im Vortag. 580 neue Infektionsfälle wurden in der schwer betroffene Stadt Bergamo gemeldet.

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Bestattungsunternehmen in der Lombardei sind am Ende ihrer Kapazitäten.

Als positiv betrachten die Gesundheitsbehörden, dass die Zahlen in der Millionenmetropole Mailand am Montag zum zweiten Tag in Folge etwas weniger als am Tag zuvor gestiegen sind. "Das ist die Zeit, um uns noch mehr anzustrengen, um die Zahl der neuen Infektionen weiterhin einzugrenzen, wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera. Er warnte jedoch vor allzu großem Optimismus. "Es reicht nicht aus, zwei Tage eine Verlangsamung der Ansteckung zu sehen, um zu sagen, dass alles in Ordnung ist", sagte Gallera.

Nach der Lombardei sind nach wie vor die Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen Regionen. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 54 Personen, die Zahl der Infizierten kletterte auf 771.

Die Sanitäter zahlen einen hohen Preis für ihren Einsatz im Kampf gegen die Pandemie. 17 Ärzte sind seit Beginn der Seuche vor einem Monat gestorben, darunter elf Hausärzte. Circa zehn Prozent aller Infizierten sind Sanitäter. In der Hauptstadt Bergamo haben inzwischen mehr als ein Fünftel der Ärzte sich selbst und ihre Familien infiziert. Das verschärft die ohnehin angespannte Lage zusätzlich. Im Krankenhaus Oglio Po bei Cremona sind 25 von 90 Ärzten infiziert.
 

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