Coronavirus

Erster Verdachtsfall

Alarm um Indien-Mutation in Österreich

Corona-Schock: Erster Verdachtsfall in Salzburg – fieberhafte Suche nach den Kontaktpersonen.

Großalarm. Jetzt hat die brandgefährliche Corona-Mutation B.1.617 auch Österreich erreicht. Eine im Flachgau (Salzburg) lebende Inderin führte vergangenen Dienstag an ihrem Arbeitsplatz in Salzburg routinemäßig einen Co­rona-Schnelltest durch – positiv. Sie wurde deshalb zum PCR-Test geschickt. Der bestätigte die Infek­tion: „Beim Screening der Probe ist schließlich der Verdacht auf die indische Mutation aufgetaucht“, bestätigt Franz Wieser, Sprecher des Landes Salzburg, gegenüber ÖSTERREICH.

Derzeit wird noch überprüft, ob es sich tatsächlich um die hochgefährliche Virusmutante handelt: „ Eine Bestätigung wird für kommende Woche erwartet“, so Wieser.

Auch Tochter positiv. Die Frau kam vergangene Woche von einem längeren Heimaturlaub zurück nach Salzburg. Sie konnte pro­blemlos einreisen, das Einreiseverbot wurde erst später verordnet (siehe Kasten rechts). Die Frau wies zum Zeitpunkt des Tests in ihrer Firma keinerlei Symptome auf, heißt es. Über die Inderin und ihre Familie wurde inzwischen Quarantäne verhängt. Bei einer Tochter soll auch ein positiver Test vorliegen, was Wieser aber nicht bestätigen konnte.

Beim Contact Tracing durch die Salzburger Gesundheitsbehörden stellte sich heraus, dass die infizierte Frau am Montag, 26. April 2021, in der Zeit von 7.45 Uhr bis 8.20 Uhr in der Lidl-Filiale in der Münchner Bundesstraße 10 in der Stadt Salzburg einkaufen war. Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls dort aufgehalten haben, sollen sich deshalb bei der Gesundheitsberatung 1450 melden.(wek)

Regierung erließ erst spät Einreise-Beschränkungen

Für Direktflüge besteht seither ein Landeverbot, nach Österreich einreisen darf – mit Quarantänepflicht – nur, wer einen Wohnsitz im Lande hat – diese Regelung erließ Außenminister Schallenberg allerdings erst ab letzten Donnerstag.

Länder wie Deutschland oder Italien hatten schon Tage zuvor einen Einreisestopp verhängt.

Laut Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde die indische Coronavirus-Mutation mittlerweile bereits in mindestens 17 Ländern nachgewiesen.

In Frankreich waren drei Indien-Rückkehrer positiv, in der Schweiz ist ein Fall bekannt. In Belgien war eine indische Studentengruppe infiziert. In Großbritannien gibt es 77 Fälle.



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