Arzt zitiert aus Studie: Im Freien steckt sich niemand an

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Arzt zitiert aus Studie: Im Freien steckt sich niemand an

Eine Studie untersuchte die Ursprünge von verschiedensten Coronavirus-Hotspots in China und kam dabei zu einem überraschenden Ergebnis.

Wien. Eine neue Studie sorgt derzeit unter Medizinern für Aufruhr: "Im Freien steckt sich niemand an, vergesst endlich dieses immer wieder herbeigeredete Märchen", schreibt Dr. Marcus Franz auf Twitter. Darunter prangert der Link zu einer Studie von "medRxiv", in welcher die Übertragungswege des neuartigen Coronavirus erforscht wurden. Die Untersuchungen umfassten dabei die Analyse von Berichten über Coronavirus-Ausbrüche in 320 Städten in China. Die Provinz Hubei wurde dabei nicht inkludiert.

 

 

 

Ausgangspunkt für die Untersuchungen: Bei 318 Corona-Ausbrüchen mit mehr als drei bzw. vier Infizierten wurden insgesamt 1245 bestätigte Fälle in 120 chinesischen Städten vermeldet. Die Städte wurden danach in die Kategorien Transport, Essen, Entertainment, Shopping, Wohnhäuser und "Verschiedenes" unterteilt. Dabei kam man zu einem überraschenden Ergebnis: Bei Virus-Herden in Wohnhäusern verzeichnete man 53,8 Prozent mit mehr als drei darauffolgenden Infektionen, 26,4 Prozent involvierten vier Corona-Fälle und auf bloß 1.6 Prozent der Übertragungen folgten 10 oder mehr infizierte Personen – Infektionen in Wohnhäusern machten insgesamt 258 von 318 Corona-Ausbrüchen aus (79,9 Prozent). Die Kategorie "Transport" verzeichnet den zweithöchsten Wert an Infektionen. Lediglich ein einziger Herd des Coronavirus wurde im Außenbereich verzeichnet – "Das Ergebnis: Alle identifizierten Ausbrüche mit drei oder mehr Fällen passierten in geschlossenen Räumlichkeiten", heißt es in der Konklusion der Studie.

Masken-Irrsinn: Wiener Arzt übt heftige Kritik

"Mich macht das grantig", kritisiert jetzt der Allgemeinmediziner Dr. Marcus Franz die Maskerade auf Österreichs Straßen: Es sei "unsinnig", eine Maske zu verwenden, wenn man allein unterwegs sei.
 
Überall in Österreichs Städten ist jetzt die Verwendung von den meist billigen Einweg-Schutzmasken zu sehen: Bei Fahrradfahrerern, die allein unterwegs sind. Bei Joggern, die allein auf dem Gehsteig dahintraben. Bei vielen Passanten, die allein auf breiten Fußgeherzonen wie etwa der Wiener Kärntner Straße zu einem der bereits geöffneten Shops gehen.
 
Das sei "unsinnig", meint der Wiener Allgemeinmediziner Dr. Marcus Franz: Es mache ihn "richtig grantig", wenn er dauernd die falsche Verwendung der Schutzmasken sehe: "Die Schutzmasken sollten zu den Anlässen getragen werden, bei denen sie nützlich sind." Dazu würde eben dann der Einkauf in einem Supermarkt oder in einem der bereits geöffneten kleineren Geschäften zählen, oder auch die Fahrt mit den Öffis und im Taxi. "Dort ist die Verwendung der Masken dann gut - aber auch nur dann, wenn sie richtig aufgesetzt sind", sagt Dr. Franz.
 
Besonders grotesk: Radfahrer mit Maske, die sie dann beim Halt an einer roten Ampel "zum Luftschnappen" von der Nase und dem Mund runterziehen, direkt neben den anderen ebenfalls haltenden Radlern - ein oe24.-Mitarbeiter hat eine derartige Szene beobachtet.
 
Die Bundesregierung hat bisher noch keine große Aufklärungs-Kampagne zur richtigen Verwendung der Schutzmasken gestartet: oe24 erhält täglich sehr viele Leser-Anfragen zur richtigen und sinnvollen Verwendung der Schutzmasken. Die Fragen gehen von "Schützt mich die Maske vor einer Infektion?" bis zu "Wo kann ich absolut dichte Masken kaufen?"