Bei diesen Menschen wirkt die Corona-Impfung schlechter

Experten klären auf

Bei diesen Menschen wirkt die Corona-Impfung schlechter

Experten gehen davon aus, dass etliche Menschen trotz Impfung keinen ausreichenden Immunschutz haben. 

Die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe haben allesamt eine hohe Wirksamkeit gegen schwere Covid-19-Verläufe. Wie bei Vakzinen gegen andere Krankheiten ist jedoch kein hundertprozentiger Schutz möglich. In Österreich wurden bisher etwa 80 Covid-Fälle bei Vollimmunisierten gemeldet, 20 Personen erkrankten schwer.

Etliche Menschen betroffen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland geht davon aus, dass es etliche Menschen gibt, die keinen oder nur einen unzureichenden Immunschutz aufbauen. „Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen“, so Stiko-Chef Thomas Mertens im Interview mit der Funke Mediengruppe.

Betroffen sind etwa Krebspatienten oder Menschen nach einer Organtransplantation. Auch bei Rheumapatienten ist die Immunsuppression reduziert, so der Experte. Man könne derzeit aber noch nicht abschätzen, wie viele Menschen betroffen sind. „Wir müssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelfälle sind“, so Mertens.

Wichtig sei es deshalb, das Ansteckungsrisiko für gefährdete Gruppen so gut wie möglich zu verringern. Geklärt werden müsse auch, wann eine Auffrischung notwendig ist.
   



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