Corona-Boom: Schon 4 Millionen Haustiere

Mehr Katzen und Co

Corona-Boom: Schon 4 Millionen Haustiere

Homeoffice und Flaute bei sozialen Kontakten motivierten viele, ein Haustier zu nehmen. 

Die Österreicher sind im Corona-Jahr 2020 mehr denn je auf den Hund gekommen. Die Pandemie-Situation mit Homeoffice und Flaute bei sozialen Kontakten hat viele motiviert, sich ein Haustier zuzulegen.

2 Millionen Katzen als Haustiere 

Den größten Zuwachs gab es bei Katzen, sagt Hermann Aigner, Österreich-Chef des Tierfutter-Marktführers Fressnapf. Offizielle Zahlen gibt’s noch keine, aber aktuell dürften gut 2 Mio. Katzen in den heimischen Haus­halten leben (2019: 1,8 Mio.). Hunde sind es rund 900.000 (2019: 800.000), auch Hamster und Kaninchen haben sich stark vermehrt.

Insgesamt haben wir jetzt über 4 Mio. Haustiere, schätzungsweise eine halbe Million mehr als vor Corona. Vor allem Paare und Singles haben sich neu für tierische Wohnungsgenossen entschieden.

Drei Monate warten auf Termin bei Hundefriseur

Wir geben auch mehr Geld denn je für unsere Haustiere aus. So hat Fressnapf 2020 ein Rekordumsatzwachstum erzielt. Europaweit stiegen die Erlöse um 15,2 % auf 2,6 Mrd. Euro, berichtet Unternehmensgründer Torsten Toeller. In Österreich stieg der Umsatz um 18,2 % auf 215 Mio. Euro – davon entfallen rund 70 % auf Futter, der Rest auf sonstiges vom Katzenklo bis zu Spielzeug. Die Fressnapf-­Filialen konnten im Lockdown offen halten. Stark stieg auch das Online-Geschäft: um 134 % auf 13 Mio. Euro. Insgesamt ist der heimische Tierbedarfsmarkt 650–700 Mio. Euro schwer.

Stark übrigens auch der Ansturm auf Hundefriseure: In der zu Fressnapf gehörenden Kette Fellini gibt’s Wartezeiten von bis zu drei Monaten auf einen Termin.

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