Covid-Katastrophe
Corona-Hölle Indien: 'Die Leute ersticken in den Autos'
Die Lage in Indien wird immer dramatischer. Das Land hat als erstes weltweit an einem Tag mehr als 400.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Krankenhäuser und Krematorien sind überfüllt. In dem südasiatischen Land mit seinen über 1,3 Milliarden Einwohnern mangelt es an medizinischem Sauerstoff, Medikamenten und Impfdosen.
Und das, obwohl Indien zu den größten Impfstoffproduzenten der Welt gehört. Seit Tagen bricht Indien immer wieder eigene, bittere Rekorde: Laut Ministerium gab es insgesamt 401.993 Corona-Neuinfektionen. Damit erreichte das Land den neunten Tag in Folge einen Höchstwert. Seit Beginn der Pandemie steckten sich dort mehr als 19 Millionen Menschen an. Mit fast 212.000 Toten liegt Indien damit hinter den USA, Brasilien und Mexiko auf dem vierten Platz weltweit.
"Die Lage ist schrecklich"
Die Krankenhäuser sind völlig überfüllt, die Patienten ringen auf offener Straße um Luft und liegen auf Gehsteigen. Der deutsche Botschafter in Indien, Walter Lindner, schildert im ZDF-"heute journal" schlimme Szenen. "Die Lage ist schrecklich und deprimierend. Die Leute ersticken zum Teil in den Autos, weil sie vom einen Krankenhaus zum nächsten fahren. Die ersticken in der Wartereihe, um auf Sauerstoff zu warten. Das ist alles schrecklichst, was wir draußen erleben.
Die Coronawelle hat auch weltweit große Anteilnahme und Besorgnis ausgelöst. Auch Österreich beteiligt sich mit zwei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds an der Hilfe für das asiatische Land, das dringend Beatmungsgeräte und Sauerstoff benötigt. Zugleich wurden die Einreisebestimmungen verschärft. Am Montag tritt in Österreich eine weitere Verschärfung in Kraft. Bei der Einreise und dem späteren "Freitesten" werden nur noch PCR-Testergebnisse akzeptiert, keine Schnelltests mehr.
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