Die Hotspots in Europa

Hier wütet die dritte Corona-Welle mit voller Wucht

Hier wütet die dritte Corona-Welle mit voller Wucht
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In diesen Ländern spitzt sich die Corona-Lage dramatisch zu.
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Die Corona-Zahlen in Österreich steigen weiter. Die Ampelkommission stufte am Donnerstag alle Bundesländer bis auf Vorarlberg auf Rot ein. Die risikoadjustierte Sieben- Tage-Inzidenz - hier werden Tests, Anteil an Asymptomatischen, Hospitalisierungsraten und Altersdurchschnitt einberechnet -liegt in Österreich bereits bei 203,2. Ab einem Wert von 200 sieht die Ampel einen Handlungsbedarf für Verschärfungen.

Internationale Corona-Hotspots

Doch wie schlägt sich Österreich dabei im internationalen Vergleich? Ein Blick auf Europa zeigt, dass die dritte Welle derzeit vor allem die osteuropäischen Länder erfasst hat. Absoluter Hotspot ist dabei weiterhin unser Nachbarland Tschechien mit einer 7-Tages-Inzidenz von 768. Aber auch in Estland oder auch Ungarn spitzt sich die Lage zu.

Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen
Tschechien 768
Estland 738
Ungarn 423
Montenegro 361
Serbien 316
Slowakei 279
Schweden 265
Slowenien 246
Polen 245
Österreich 185

Weniger Infektionen gibt es unterdessen auf der Iberischen Halbinsel oder auch in Großbritannien. Hier konnte man die 7-Tages-Inzidenz – auch durch die hohe Impfquote – erfolgreich unter 100 drücken.

Dritte Welle mit dramatischen Folgen in Ungarn

Die dritte Corona-Welle in Ungarn hat dramatische Folgen. So gab es zuletzt einen enormen Anstieg bei Neuinfizierten und Todesopfern. Laut Angaben der zuständigen Behörde sind im Nachbarland mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern in den vergangenen 24 Stunden 8.312 Neuinfektionen registriert worden. 172 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Vom 8. bis 22. März wurde in Ungarn ein verschärfter Lockdown verhängt.

Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich auf insgesamt 16.497, die der aktiv Infizierten auf 128.408. In den Spitälern befanden sich am Donnerstag 8.329 Patienten, 911 müssen künstlich beatmet werden. Die Zahl der Test beträgt rund 3,96 Millionen. Laut Vertretern des Gesundheitswesens bringt die drittel Corona-Welle die Spitäler an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Auch immer mehr Jugendliche werden eingeliefert. Bisher wurden 1,146.557 Menschen gegen Corona geimpft.

Lockdown und Höchststand bei Neuinfektionen in Estland

In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am ersten Tag des einmonatigen Lockdowns in dem baltischen EU-Land einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Tallinn vermeldete am Donnerstag 1.957 positive Tests binnen eines Tages. Der bisherige Rekordwert lag bei 1.571. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie fast 81.000 Corona-Fälle erfasst, 686 Infizierte starben.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern war lange glimpflicher als viele andere EU-Staaten durch die Pandemie gekommen. Nun aber ist der Ostseestaat stark betroffen und weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. Grund dafür ist die rasche Verbreitung des britischen Coronavirus-Stammes, der als ansteckender als die ursprüngliche Form gilt.

Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen hat die Regierung in Tallinn das Land seit Donnerstag bis zum 11. April in einen Lockdown geschickt: Gastronomische Betriebe und alle Geschäfte - außer Läden für den täglichen Bedarf - müssen schließen, der Schulbetrieb wurde auf Fernunterricht umgestellt. Auch Kultur-, Freizeit- und Unterhaltungseinrichtungen sind zu.



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