Coronavirus: 47-Jähriger in Wien gestorben

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Coronavirus: 47-Jähriger in Wien gestorben

Die aktuellsten Zahlen österreichweit: 15.071 Fälle, 2.669 aktiv Erkrankte, 530 Tote und 11.872 Genesene +++ Der Trend ist zwar erfreulich, doch es gibt auch Grund zur Angst vor neuer Welle.

In Wien sind mit dem heutigen Freitag 2.338 mit dem Coronavirus infizierte Personen dokumentiert worden (Stand: 8.00 Uhr), wie der medizinische Krisenstab der Stadt in einer Aussendung mitteilte. Das bedeutet, dass es 31 Neu-Erkrankungen in den vergangenen 24 Stunden gab. Außerdem wurde ein weiterer Todesfall vermeldet: Ein 47-jähriger Mann mit Vorerkrankungen starb an den Folgen von Covid-19.

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Damit stieg die Gesamtzahl der Verstorbenen auf 106 Personen. Was die Neu-Infizierungen anbelangt, so gibt es im 24-Stunden-Vergleich eine Steigerung von 1,3 Prozent. Derzeit tatsächlich an einer Erkrankung laborieren 516 Personen. 1.716 Menschen sind unterdessen wieder genesen.

Vorerst kein weiterer Infizierter in Tirol

Von Donnerstagabend bis Freitagvormittag ist in Tirol kein weiterer positiver Coronavirus-Fall hinzugekommen. Somit waren im Bundesland insgesamt weiter 408 Menschen infiziert - eine Woche zuvor waren es noch 951 gewesen. 2.943 waren bereits wieder genesen. Indes starben in Tirol bisher 101 Personen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung. Bis dato wurden 47.302 Tests durchgeführt.

77-Jähriger im Landesklinikum Hollabrunn gestorben

In Niederösterreichs Spitälern ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus am Freitag auf 81 gestiegen. Wie Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding mitteilte, starb ein an Covid-19 erkrankter 77-Jähriger im Landesklinikum Hollabrunn.
 

Warum die nächsten Tage entscheidend sind

Die kommenden Tage sind die Tage der Entscheidung: Erst dann wird man schließlich sehen, wie die ersten Geschäftsöffnungen sich auf die Neuinfektionsraten auswirken.

Bis Mitte nächster Woche wollen Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober dann entscheiden, ob die weiteren Öffnungsmaßnahmen möglich sind:

Sollte die Reproduktions­rate unter eins bleiben – also ein Coronavirusinfizierter steckt weniger als einen anderen Menschen an –, werden am 2. Mai alle Geschäfte und Friseure mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen wieder in Betrieb gehen.

Daten des Gesundheitsministeriums (Stand: 9.30 Uhr): Bisher waren insgesamt 15.071 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 530 sind verstorben und 11.872 wieder genesen. 651 Erkrankte sind aktuell hospitalisiert - davon 156 auf der Intensivstation. Laut Gesundheitsministerium sind derzeit 2.786 Menschen aktiv an dem Virus erkrankt.

Daten des Innenministeriums (Stand: 9.30 Uhr): Bisher gab es in Österreich 15.002 positive Testergebnisse. Aktuell sind österreichweit 522 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 11.694 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 677 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 169 der Erkrankten auf Intensivstationen.

 21:10

UNO: Impfung muss als öffentliches Gut gesehen werden

Im medizinischen Wettlauf im Kampf gegen das Coronavirus hat UN-Generalsekretär António Guterres für ein gemeinsames Vorgehen plädiert. "Eine Covid-19-Impfung muss als globales öffentliches Gut betrachtet werden", twitterte Guterres am Freitag. Eine solcher Stoff dürfe nicht nur für ein Land oder eine Region hergestellt werden, sondern müsse für jeden Menschen erhältlich sein. In einer Botschaft am Freitag sagte der UN-Chef zudem, dass Forschungsdaten international geteilt und die Politik beiseitegelegt werden müssten.

 21:09

Experten: US-Wirtschaft schrumpft um zwölf Prozent

Die US-Wirtschaft könnte wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Quartal um zwölf Prozent schrumpfen. Das Budgetbüro des US-Kongresses prognostizierte am Freitag zudem einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 14 Prozent. Vor der Corona-Krise war die Quote bei 3,5 Prozent gelegen.

Das Budgetdefizit könnte den Experten zufolge in diesem Jahr auf 3,7 Billionen Dollar (3.434,83 Mrd. Euro) anwachsen - das ist mehr als drei Mal so viel wie bei der letzten Schätzung.

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie sind in den USA verheerend: Das Virus und die Maßnahmen zu dessen Eindämmung haben die Wirtschaftsaktivität in vielen Branchen weitgehend zum Erliegen kommen lassen. In fünf Wochen verloren mehr als 26 Millionen Menschen in den USA ihren Job.

Im Kampf gegen das Coronavirus wurden in dem Land bereits vier Hilfspakete beschlossen. Das vierte Paket mit einem Umfang von mehr als 480 Milliarden Dollar (rund 445 Milliarden Euro) wurde am Donnerstag vom US-Kongress verabschiedet und am Freitag von US-Präsident Donald Trump per Unterschrift in Kraft gesetzt. Das meiste Geld - rund 320 Milliarden Dollar - ist für kleine und mittlere Unternehmen bestimmt.

 21:08

Zahl der Toten in Frankreich auf über 22.000 gestiegen

In Frankreich sind binnen 24 Stunden 389 weitere Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der Corona-Toten liege nun bei 22.245, teilten die französischen Gesundheitsbehörden in Paris mit.

Dagegen sinkt die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser weiter. Am Freitag waren laut den Behörden noch 4.870 Infizierte in intensivmedizinischer Behandlung, 183 weniger als am Vortag. Erstmals seit dem 29. März unterschritt die Zahl damit die Marke von 5000. Auch die Gesamtzahl der in Krankenhäusern behandelten Corona-Patienten nimmt weiter kontinuierlich ab.

Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon. Frankreich habe immer noch mit einer "massiven und schweren Epidemie" zu kämpfen und dürfe in seiner Wachsamkeit nicht nachlassen. Inzwischen stünden mehr als 40.000 Tests pro Tag zur Verfügung. Wegen der Pandemie gilt zudem bis zum 11. Mai eine strikte Ausgangssperre.

Frankreich gehört neben den USA, Italien und Spanien zu den Ländern mit den meisten Corona-Todesfällen. In den USA überschritt die Zahl der Toten am Freitag die Schwelle von 50.000.

 21:08

Mehr als 5.400 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Freitagabend mehr als 152.300 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: Mehr als 149.900 Infektionen). Mindestens 5.454 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 5261).

Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag wie in den beiden Vortagen bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 106.800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 40.400 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.548 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31.100 Fällen und mindestens 1.052 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 30.300 bestätigten Fällen und mindestens 1.203 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 309,5 die meisten Infektionen. Im deutschen Bundesschnitt waren es 183,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

 20:46

Niedrigste Opferzahl in New York seit drei Wochen

Die Zahlen von Toten und Infizierten in New York gehen nach der ersten Corona-Infektionswelle weiter zurück. Am fünften Tag in Folge lag die Zahl der Gestorbenen am Freitag bei unter 500 - mit 422 Todesopfern sank die Zahl im US-Staat auf den tiefsten Wert seit drei Wochen. Das teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit.

Insgesamt sind mehr als 16.000 Menschen in New York gestorben. In den Hochzeiten vor noch wenigen Tagen gab es täglich knapp 800 Opfer.

Cuomo warnte dabei vor einer zweiten Infektionswelle, wenn die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen gelockert würden. Der Gouverneur ist vorsichtig, was die Wiedereröffnung von Gesellschaft und Wirtschaft angeht. Dies könne nur graduell geschehen. Die Beschränkungen gelten nach derzeitigem Stand noch bis zum 15. Mai.

 20:25

Algerien, Tunesien und Libyen lockern Restriktionen

Muslime auf der ganzen Welt haben inmitten der Corona-Krise den Beginn des Ramadan im kleinen Kreis unter Corona-Beschränkungen gefeiert. In Marokko wurde für die Dauer des Fastenmonats eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Algerien, Tunesien und Libyen lockerten dagegen ihre Maßnahmen.

Die marokkanische Regierung verschärfte die Corona-Maßnahmen und ordnete eine nächtliche Ausgangssperre während des Ramadan an, die ab Samstag täglich von 19.00 bis 05.00 Uhr gilt. In Algerien, Tunesien und Libyen wurden die Restriktionen während des Fastenmonats hingegen gelockert. So verkürzten die tunesischen Behörden die nächtliche Ausgangssperre um zwei Stunden. In mehreren algerischen Regionen wurde die Ausgangssperre ebenfalls um zwei Stunden reduziert.

Für Millionen Muslime steht der am Donnerstagabend begonnene Fastenmonat in diesem Jahr unter düsteren Vorzeichen. Das traditionelle Fastenbrechen Iftar nach Sonnenuntergang mit Familie und Freunden fällt weitgehend aus. Auch Reisen zu den Heiligen Stätten des Islam sind nicht möglich, Moscheen weltweit sind geschlossen.

Die religiösen Autoritäten vieler Länder unterstützen die Restriktionen und fordern die Gläubigen auf, zu Hause zu beten und sich nicht in größeren Gruppen zu versammeln. In Pakistan und Indonesien widersetzten sich führende islamische Verbände aber den Anordnungen. In der indonesischen Provinz Aceh besuchten am Donnerstag mehrere tausend Gläubige die Abendgebete in der größten Moschee der Hauptstadt Banda Aceh. "Ich mache mir keine Sorgen, weil ich eine Gesichtsmaske trage und Abstand halte", sagte der Gläubige Cut Fitrah Riskiah.

Die meisten muslimischen Länder sind von der Corona-Pandemie bisher weniger stark betroffen als Europa und die USA. Allerdings steigen auch hier die Todeszahlen stetig an und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die muslimischen Länder aufgerufen, bestimmte Traditionen des Ramadan zu untersagen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Saudi-Arabien sowie die meisten anderen arabischen Staaten beginnen den diesjährigen Ramadan einen Tag später als etwa Indonesien und Malaysia. Sie haben den offiziellen Beginn für Freitagabend festgelegt. Der Platz vor der Heiligen Moschee in Mekka war am Freitag menschenleer, wie auf Luftaufnahmen zu sehen war.

Auch in Österreich gibt es Einschränkungen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ) rief dazu auf, weiter in den eigenen vier Wänden zu beten. Die Moscheen blieben auch im Ramadan geschlossen.

 19:46

Italien plant Haushaltsdefizit über 10 Prozent

Die italienische Regierung plant zur Finanzierung der Coronavirus-Folgen das Haushaltsdefizit auf mehr als zehn Prozent anzuheben - und damit auf eine seit Jahrzehnten nicht da gewesene Höhe. Das Kabinett in Rom verabschiedete am Freitag einen Beschluss, in dem ein zusätzliches Defizit von rund 55 Milliarden Euro vorgesehen ist.

Das gab der Sekretär des Ministerrats, Riccardo Fraccaro, auf Facebook bekannt. Der Vorschlag bringe das Defizit 2020 insgesamt auf 10,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), schrieb er.

In dieser Größenordnung hatte die Defizitquote lange nicht gelegen. Zuletzt war ein solches Niveau Anfang der 1990er Jahre in Italien verzeichnet worden. Die Regierung in Rom will mit dem Geld den Wiederaufbau in dem besonders hart vom Virus getroffenen Land finanzieren. Tourismus und Gastronomie liegen seit März am Boden, auch andere Wirtschaftssektoren sind angeschlagen. Das Parlament muss den Plänen noch zustimmen.

Im Vorjahr war das Haushaltsdefizit bei 1,6 Prozent gelegen. Das war der niedrigste Wert seit vielen Jahren. Nach dem Euro-Stabilitätspakt dürfen die Länder, die bei der Gemeinschaftswährung dabei sind, eigentlich höchstens drei Prozent Defizit machen. Das ohnehin hoch verschuldete Italien war vor der Corona-Pandemie immer wieder von der EU aufgefordert worden, seine Gesamtverschuldung zu senken.

Die aktuelle Regierung, die von den Sozialdemokraten (PD) und der Fünf-Sterne-Bewegung dominiert wird, hatte vor der Corona-Pandemie eigentlich einen Etat im EU-Rahmen angepeilt.

Unterdessen billigte das Parlament in Rom am Freitag abschließend ein erstes staatliches Corona-Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro. Das Abgeordnetenhaus stimmte der Vorlage mit Mehrheit zu. Die kleinere Kammer, der Senat, hatte den Entwurf bereits am 9. April gebilligt. Verschiedenen Oppositionspolitikern gingen die Maßnahmen nicht weit genug. Das Kabinett hat bereits noch größere Finanzpakete angestoßen.

 19:46

315 bestätigte Coronavirus-Fälle im Burgenland

Im Burgenland sind mit Stand Freitagabend bisher 315 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen gemeldet worden. Seit Donnerstagabend wurde lediglich eine Neuinfektion registriert. Die Zahl der Genesenen ist unterdessen um vier auf 230 gestiegen. 79 Personen sind aktuell an Covid-19 erkrankt, berichtete der Koordinationsstab Coronavirus.

417 Menschen befinden sich im Burgenland unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. 14 Erkrankte werden in einem Spital behandelt, zwei davon intensivmedizinisch.

 18:52

Corona-App - Google und Apple stärken Datenschutz bei Plattform

Google und Apple verstärken die Datenschutz-Vorkehrungen bei ihrer geplanten Infrastruktur für Corona-Warn-Apps. Die Nachbesserungen sollen es noch schwieriger machen, einzelne Nutzer zu überwachen. Dazu gehöre, dass nun auch mit dem Bluetooth-Funk verbundene Zusatzdaten wie etwa die Signalstärke verschlüsselt werden, erklärten die beiden Unternehmen am Freitag.

Dadurch soll es unmöglich werden, einzelne Gerätemodelle an solchen Merkmalen zu erkennen. Die Corona-Apps sollen helfen, die Ansteckungen einzudämmen, wenn die Ausgangsbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten.

Die Entfernung soll beim Konzept von Apple und Google anhand der Bluetooth-Signalstärke gemessen werden. Die Smartphones sollen zudem per Bluetooth Krypto-Schlüssel austauschen, die sich alle 10 bis 20 Minuten ändern. Damit soll man Begegnungen nachvollziehen können, ohne dass ein Einzelner nachverfolgbar wäre. Diese Schlüssel sollen nun gänzlich zufällig erzeugt werden, um die Sicherheit zu verbessern. Die maximale gemessene Begegnungszeit wird auf 30 Minuten beschränkt und in 5-Minuten-Schritten ermittelt.

Von Google kommt das dominierende Smartphone-System Android; Apple entwickelt die iOS-Software seiner iPhones. Damit sind die US-Konzerne als einzige in der Position, die nötigen Schnittstellen direkt in die Betriebssysteme einzubauen - und damit eine effiziente Basis für Warn-Apps zu liefern.

Gleichzeitig kann es schwierig sein, andere Konzepte ohne ihre Kooperation umzusetzen. So fordert Frankreich von Apple, aus Datenschutzgründen eingeführte Einschränkungen für den Bluetooth-Betrieb im Hintergrund aufzuweichen, damit die von der Regierung ins Auge gefasste Corona-App funktioniert.

Ein Kernpunkt des Konzepts von Apple und Google ist, dass die Feststellung, ob man sich in der Nähe eines infizierten Nutzers aufhielt, ausschließlich auf den Smartphones erfolgen soll. Sie laden sich dafür mindestens einmal am Tag Listen von Krypto-Schlüsseln herunter, die infizierten Personen gehören. Dabei bleibt deren Identität für Apple, Google und die anderen App-Nutzer unbekannt.

Die am Freitag bekanntgegeben Änderungen zielen auch darauf, Entwicklern und Behörden mehr Spielraum bei der Gestaltung der Corona-App zu geben. So können sie über eine neue Schnittstelle Grenzwerte für Signalstärke und die Zeit, die Geräte nebeneinander verbringen, festlegen. Anders gesagt: Google und Apple liefern die technischen Werkzeuge, aber die Gesundheitsbehörden entscheiden, wann sie von einer Ansteckungsgefahr ausgehen.

Apple will die Schnittstellen zunächst für alle iPhones verfügbar machen, die mit der Betriebssystem-Version iOS 13 laufen, bei Google ist es Android 6. Zu den jüngsten Änderungen gehört auch ein Austausch des Verschlüsselungs-Algorithmus - das solle vor allem die Batterielaufzeit verbessern.

Aktuell gibt es auch in Deutschland Streit unter Entwicklern von Corona-Apps, weil einige einen Ansatz mit zentralisierter Datenspeicherung verfolgen. So warnte am Freitag der Chaos Computer Club davor. Die Initiative Konzept PEPP-PT (Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing), zu deren Teilnehmern das Robert Koch-Institut gehört, sei nicht in der Lage gewesen, "schnell eine halbwegs funktionierende und datenschutzfreundliche Lösung zu liefern", schrieb das Netzwerk an das deutsche Bundeskanzleramt. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Die deutsche "Bundesregierung hat großes Vertrauen in das System, was derzeit bei Fraunhofer getestet wird", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Das Fraunhofer-Institut erstellt eine Machbarkeitsstudie zum vom Chaos Computer Club kritisierten PEPP-PT-Konzept. Am Ende werde das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hier eine Empfehlung abgeben, sagte Demmer. "Bei einem zentralen Server müssen Sie demjenigen vertrauen, der ihn pflegt, also in diesem Fall dann möglicherweise einer staatlichen Stelle. Bei einem dezentralen System müssen Sie Apple und Google vertrauen, die das dann pflegen."

 18:48

Mehr als 19.000 Todesfälle in britischen Kliniken

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 684 Menschen im Krankenhaus am Coronavirus gestorben. Damit steigt die Zahl der offiziellen Todesfälle auf 19.506, wie das britische Gesundheitsministerium Freitag mitteilte. Die Regierung hatte vor kurzem erklärt, die Epidemie habe ihren Höhepunkt erreicht. Allerdings sind die Zahlen von Freitag erneut höher als jene vom Vortag, als 616 starben.

Kritiker bemängeln, dass die Todesfallzahlen in Großbritannien unvollständig sind. In der offiziellen Statistik werden nur die Toten in Krankenhäusern erfasst, nicht aber die Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion sterben.

Großbritannien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit und hat eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Die Regierung gerät zunehmend unter Druck, ihre Pläne zur Lockerung der Beschränkungen offenzulegen. Zudem werfen Kritiker ihr vor, zu langsam auf die Pandemie reagiert zu haben. Pfleger und Ärzte klagen außerdem über einen eklatanten Mangel an Schutzausrüstung.

 18:23

420 Todesopfer in 24 Stunden in Italien

Während die italienische Regierung Vorschriften für die "Phase 2", einer Lockerung der strengen Ausgangssperre, nach dem 3. Mai prüft, ist in Italien die Zahl der neuen Covid-19-Todesopfer am Freitag gesunken. 420 Todesfälle wurden innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, am Donnerstag waren es noch 464 gewesen. Die Gesamtzahl der Verstorbenen kletterte damit auf 25.969.

Die Zahl der aktuell Infizierten sank innerhalb von 24 Stunden von 106.848 auf 106.527, teilte der italienische Zivilschutz am Freitag mit. 22.068 Covid-19-Erkrankte lagen noch in italienischen Spitälern. Davon befanden sich 2.173 Patienten auf Intensivstationen, das sind 94 weniger als am Vortag. Die Zahl der Patienten in Heimisolation betrug 82.286 Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 60.498.

In der Lombardei, dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, kletterte die Zahl der Todesopfer innerhalb von 24 Stunden um 166 auf 13.106, am Vortag waren es 200 gewesen. Die Zahl der aktuell Infizierten lag am Freitag in der gesamten norditalienischen Region bei 34.368. 8.791 Personen befanden sich noch in lombardischen Spitälern, das sind 401 weniger als am Vortag. 756 davon lagen auf Intensivstationen, 34 weniger als noch am Donnerstag.

Am stärksten betroffen ist zurzeit die Großstadt Mailand, gefolgt von Brescia. In der lombardischen Provinz Lodi, in der am 20. Februar die Epidemie ausgebrochen war, wurden am Freitag lediglich drei neue Infektionsfälle gemeldet.

Das Gesundheitspersonal zahlt einen hohen Preis für seinen Einsatz gegen das Covid-19. 150 Ärzte sind seit Beginn der Epidemie gestorben, teilte die italienische Ärztekammer mit. 13 Apotheker sind ums Leben gekommen.

 17:56

Inzwischen 50 Tote in Oberösterreich

In Oberösterreich ist die Anzahl der Toten mit Coronavirus am Freitag um zwei auf 50 gestiegen. Ein 71-jähriger Mann mit Vorerkrankungen und eine 80-jährige Frau, ebenfalls mit Vorerkrankungen, sind im Linzer Kepler Uniklinikum gestorben. Insgesamt waren am Freitagabend in Oberösterreich nur mehr 171 Personen erkrankt, 28 davon waren Bewohner und 35 Mitarbeiter von Seniorenheimen.

 17:55

Kurz und Amtskollegen über zweite Welle besorgt

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hat sich bei Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag für die Initiative für die Videokonferenz mit internationalen Amtskollegen bedankt. Die sieben Regierungschefs hätten sich in ihrem Gespräch besorgt über eine mögliche zweite Infektionswelle gezeigt, twitterte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten.

Auch könnte das frühlingshafte Wetter in Europa dazu führen, dass die Bevölkerung bei der Befolgung der Coronaregeln nachlässig werde. Laut Netanyahus Büro hätten sich die Regierungschefs auch für die "digitalen Werkzeuge" Israels im Kampf gegen die Coronakrise interessiert, insbesondere mit Blick auf eine zweite Infektionswelle, hieß es in Anspielung auf die mit Mobilfunkdaten und Geheimdienstmethoden betriebene Überwachung von Corona-Infizierten und ihrer Kontaktpersonen.

 17:30

Mehr als 50.000 Tote in den USA

Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat die Marke von 50.000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Freitag starben inzwischen mehr als 50.030 Menschen an den Folgen einer Infektion. Die USA sind mit großem Abstand das Land mit den meisten bestätigten Corona-Toten weltweit.

Die Daten der US-Forscher zeigen in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden Infektions- und Todeszahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert.

Den Angaben zufolge wurden in den Vereinigten Staaten bisher bereits mehr als 870.000 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst. Die USA, ein Land mit 330 Millionen Einwohnern, sind gemessen an den absoluten Zahlen weltweit am stärksten von der Epidemie betroffen.

 17:23

Kaserne Straß - Entwarnung bei Covid-19-Verdachtsfall

Die Abschottung der Erzherzog Johann-Kaserne im südsteirischen Straß wegen eines Covid-19-Verdachtsfalles ist am Freitag am späten Nachmittag aufgehoben worden. Der Grundwehrdiener aus Niederösterreich, der sich mit entsprechenden Symptomen im Krankenrevier gemeldet hatte, wurde negativ getestet. Dies teilte das Militärkommando Steiermark der APA mit.

Der Bundesheersoldat war vom Truppenarzt der Kaserne nach einer Untersuchung als Verdachtsfall eingestuft worden. Danach wurden zwei Personen durch ein Team des Grazer Sanitätszentrums Süd getestet, die Proben an der Med-Uni Graz ausgewertet. Am späten Nachmittag gaben die Mediziner Entwarnungen. Der Rekrut dürfte "nur" an einer fiebrigen Erkrankung leiden, er bleibt in ärztlicher Behandlung. Das Kasernenareal hatte am Freitag vorerst weder betreten noch verlassen werden dürfen.

 17:22

Lufthansa-Chef: Haben nach Coronakrise 10.000 Mitarbeiter weniger

Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit dem Abbau von 10.000 Jobs in der Corona-Krise. Die Flotte werde um etwa 100 Flugzeuge schrumpfen, sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen AUA-Mutterkonzerns am Freitag in einer internen Botschaft an die Mitarbeiter. Vor Ausbruch der Pandemie hatte der größte Luftverkehrskonzern Europas weltweit rund 130.000 Mitarbeiter und 760 Flugzeuge.

Mit einer Normalisierung der Lage für den Luftfahrtkonzern rechnet Spohr nicht vor 2023.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte am Nachmittag, wie sich die Lufthansa von den Mitarbeitern trennen werde, sei noch mit den Gewerkschaften zu verhandeln.

 15:54

Erlass stellt klar: Betreuungsangebote für alle Kinder

Das Gesundheitsministerium hat in einem neuen Erlass klargestellt, dass Kindergärten und Kindertagesstätten vorerst bis 15. Mai weiterhin geöffnet bleiben. Die Landeshauptleute sollen durch Verordnung anweisen, dass "alle Betreuungsangebote für alle Kinder sichergestellt und angeboten werden", heißt es in dem Dokument, das am Freitag auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht wurde.

Explizit darauf verwiesen wurde, dass die Kindergärten alle Kinder betreuen müssen, und zwar "unabhängig von der Art der beruflichen Tätigkeit der Eltern bzw. der Erziehungsberechtigten oder davon, ob die Arbeit im Home-Office verrichtet werden kann oder ob eine Betreuung zu Hause möglich ist oder nicht". In einem im März kundgemachten Erlass des Gesundheitsministers in Bezug auf die Kindergärten waren noch bestimmte Berufsfelder einzeln angeführt worden.

 15:50

200.000 hochwertige Schutzmasken für Salzburgs Spitäler

Salzburgs Krankenhäuser haben derzeit offenbar genügend hochwertige Schutzmasken zur Verfügung. Laut dem Landes-Medienzentrum befinden sich im Lager der Salzburger Landeskliniken (SALK) rund 200.000 FFP2- und FFP3-Masken. Damit seien die Spitäler für die aktuelle Corona-Pandemie und auch für eine mögliche zweite Covid-19-Welle trotz der weltweiten Knappheit an Schutzausrüstungen gerüstet.

Alleine diese Woche seien mehr als 138.000 Schutzmasken der höchstwertigen Kategorien FFP2 und FFP3 geliefert worden. Zudem könnten über den regionalen Lieferanten in den kommenden Monaten weitere 60.000 Masken dieser Kategorien abgerufen werden, und die SALK verfügten noch über 73.000 FFP1- und 450.000 OP-Masken, hieß es am Freitag. "Dem engagierten Team unseres Einkaufs ist es gelungen, eine nachhaltige Versorgung mit hochwertigen, medizinischen Schutzmasken sicherzustellen. Hier wurde in den vergangenen Wochen im Hintergrund unglaublich viel und sehr gute Arbeit geleistet", erklärte SALK-Geschäftsführer Paul Sungler.

Im Bundesland Salzburg wurden bisher 1.224 Personen positiv auf Covid-19 getestet, wobei 1.022 Personen wieder genesen sind (Stand Freitag, 13.00 Uhr). 83 Patienten halten sich derzeit im Krankenhaus auf, davon zwölf auf der Intensivstation. 33 Personen sind in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, diese Zahl ist seit Mittwoch gleich geblieben. Insgesamt wurden bisher 16.810 Tests in Salzburg durchgeführt.

 15:27

Frankreich begrenzt Verkauf von Nikotin-Pflastern

Frankreich hat den Verkauf von Nikotin-Pflastern und anderen Ersatzprodukten vorerst eingeschränkt, um Hamsterkäufe zu verhindern. Grund seien "gesundheitliche Risiken durch exzessiven Konsum oder Missbrauch nach Medienberichten über eine möglicherweise schützende Wirkung von Nikotin" vor der Lungenkrankheit Covid-19, hieß es am Freitag in einem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret.

Der Verkauf von Nikotinpflastern, -kaugummis oder anderen Ersatzstoffen im Internet wird dem Dekret zufolge ganz untersagt. Apotheken dürfen bis zum 11. Mai nur noch Mengen abgeben, die für eine einmonatige Behandlung der Nikotinsucht reichen. Gesundheitsminister Olivier Veran rief die Franzosen auf, sich nicht mit den Pflastern einzudecken. Er erinnerte daran, dass es "jedes Jahr 70.000 Tote durch Tabak in Frankreich gibt".

 14:09

Polizei untersagte seit Mitte März zehn Versammlungen

Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen am 16. März hat die Wiener Polizei rund zehn Versammlungen untersagt. Außerdem wurden eine Handvoll freiwillig von den Anzeigern zurückgezogen, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger der APA. Im Vergleich zu Zeiten ohne Coronavirus-Pandemie ist das eine sehr geringe Anzahl an Kundgebungen und Demonstrationen.

Alle Untersagungsbescheide seien gründlich argumentiert worden, betonte Eidenberger. Rechtsgrundlage ist jeweils Paragraf 6 des Versammlungsgesetzes. Darin ist geregelt, dass Versammlungen, deren Abhaltung das öffentliche Wohl gefährdet, von den Behörden zu untersagen ist. "Das öffentliche Wohl ist bei allen Untersagungen der Dreh- und Angelpunkt gewesen", sagte der Polizeisprecher.

 13:07

77-Jähriger im Landesklinikum Hollabrunn gestorben

In Niederösterreichs Spitälern ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus am Freitag auf 81 gestiegen. Wie Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding mitteilte, starb ein an Covid-19 erkrankter 77-Jähriger im Landesklinikum Hollabrunn.

 12:14

Massiver Anstieg an Genesenen in Südtirol

In Südtirol ist es von Donnerstag auf Freitag zu einem massiven Anstieg an Corona-Genesenen gekommen. 1.498 Personen waren in der autonomen Provinz wieder geheilt - ein Plus von 559 gegenüber dem Vortag. In die Berechnung flossen auch die Negativ-Test-Ergebnisse der Labore von außerhalb Südtirols mit ein, betonte der Sanitätsbetrieb in einer Aussendung. Dies betraf Labore in Innsbruck und Padua.

Indes erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus um zwei auf 263 Personen. Die Zahl der Infizierten stieg gegenüber dem Donnerstag nur mäßig an - um 21 auf 2.456.

Zwölf Personen wurden noch auf Intensivstationen behandelt. Hinzu kamen vier Südtiroler Intensivpatienten in Krankenhäusern in Österreich.

 12:13

Anstieg der Infektionen nach Öffnungen blieb bisher aus

Die Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich bleibt stabil. 2.669 Menschen sind mit Stand Freitagfrüh (9.30 Uhr) gemäß den Angaben aus dem Innenministerium in den Bundesländern erkrankt gewesen, die Anzahl an "aktiv" Erkrankten fiel im 24-Stunden-Vergleich somit erneut (minus 4,2 Prozent). Auswirkungen nach den am 14. April erfolgten Geschäftsöffnungen sind bisweilen ausgeblieben.

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) werden sich diese erst mit zwölf Tagen Verzögerung zeigen. Ein Stichtag wäre demnach der kommende Sonntag. Anschober warnte deshalb am Donnerstag nachdrücklich. Es wäre "fatal, wenn sich eine sorglose Stimmung breitmachen würde".

 12:03

Tschechien rät weiter von Auslandsreisen ab

Tschechien rät seinen Bürgern weiter von Auslandsreisen ab. Das teilte das Außenministerium in Prag am Freitag mit. Ausgenommen seien notwendige und dringliche Fälle. Grund seien die Einreiserestriktionen vieler Staaten und die Verkehrsprobleme. Zuvor hatte die Regierung am Donnerstagabend das bisherige strikte Ausreiseverbot und die Ausgangsbeschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie aufgehoben.

Die Regierung reagierte damit auf ein Gerichtsurteil, das die Maßnahmen aus formalen Gründen als rechtswidrig eingestuft hatte. Weiterhin gelten ein weitgehender Einreisestopp für Ausländer und ein Verbot von Versammlungen mit mehr als zehn Personen. Die schrittweise Wiedereröffnung der Geschäfte hat begonnen und soll nun beschleunigt werden, wie Handelsminister Karel Havlicek ankündigte. "Wir dürfen keinen einzigen Tag verschwenden, an dem wir die Wirtschaft wieder starten können - selbstverständlich ohne die Gesundheit zu gefährden", sagte er der Zeitung "Pravo".

Bereits von Montag an dürfen die weltberühmten Kurbäder des Landes wieder für heimische Gäste öffnen, wie das Gesundheitsministerium entschied. Davon profitieren besonders die Orte im westböhmischen Bäderdreieck zwischen Marienbad (Marianske Lazne), Karlsbad (Karlovy Vary) und Franzensbad (Frantiskovy Lazne). In Tschechien gab es bis Freitag 7.188 bestätigte Coronavirus-Infektionen. 213 Todesfälle wurden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht.

 11:25

Höhepunkt in 20 von 31 Ländern überschritten

Die europäische Seuchenkontrollbehörde ECDC sieht in 20 von 31 beobachteten Ländern den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten, darunter auch in Österreich. In Irland, Schweden und Großbritannien gab es jedoch über einen 14-Tage-Zeitraum einen Anstieg der Fallzahlen, hieß es in der aktuellen Risikobewertung von Donnerstagabend. Die Pandemie sei eine "beispiellose Bedrohung" in Europa.

In Belgien, Bulgarien, Finnland, Ungarn, den Niederlanden, Polen, Rumänien und der Slowakei wurden in den vergangenen zwei Wochen keine wesentlichen Änderungen beobachtet. In den 20 Ländern, die den Höhepunkt hinter sich zu haben scheinen, gab es demnach einen Rückgang bei den Neuerkrankungen. Die ECDC wies jedoch darauf hin, dass in zahlreichen Staaten nur schwere oder hospitalisierte Fälle getestet werden.

Die Berichte von Covid-19-Ausbrüchen in Pflegeheimen in Verbindung mit hoher Sterblichkeit nahmen laut der Behörde zu. Das zeige das hohe Gesundheitsrisiko der älteren Bevölkerung in der Pandemie.

Die "Stay-at-home"-Politik habe insgesamt in Europa die Ausbreitung des Virus verringert. Die Maßnahmen sind laut ECDC jedoch hoch einschränkend für Wirtschaft und Gesellschaft. Dennoch könnten zu schnelle Aufhebungen der Beschränkungen ohne entsprechendes Monitoring und ohne verfügbare Kapazitäten im Gesundheitssystem zu einem plötzlichen Wiederaufleben einer anhaltenden Virusübertragung führen, warnte die Seuchenkontrollbehörde.

 11:25

Marchfelder Spargelbauern lassen Erntehelfer einfliegen

Um dem coronabedingten Engpass an osteuropäischen Erntehelfern entgegenzuwirken, lassen die Spargelbauern aus dem niederösterreichischen Marchfeld Arbeitskräfte per Charterflug ins Land bringen. 138 Personen aus Rumänien sollen am heutigen Freitagnachmittag auf dem Flughafen Wien in Schwechat landen. Die Kosten werden einem Bericht der Tageszeitung "Kurier" zufolge von den Landwirten getragen.

"Die Leute werden schon am Flughafen auf das Coronavirus getestet, das Ergebnis hat man dann ein, zwei Tage später", wurde Josef Keferböck, Geschäftsführer des Niederösterreichischen Gemüsebauverbandes, zitiert. Die Erntehelfer "kommen dann im Betrieb in Heim-Quarantäne. Ist der Test negativ, wird die Quarantäne aufgehoben". Auch die Coronavirus-Untersuchungen werden laut dem Medienbericht von den Bauern finanziert.

 10:48

Umfrage: Bevölkerung stützt Maßnahmen der Regierung

Die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus in Österreich stoßen bei der Bevölkerung auf Akzeptanz und Verständnis. Dies belegt eine neue, repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Marketagent. Drei von vier Österreicher halten die Anordnungen demnach durchaus für angemessen, um die Krise zu überwinden. Nur jeder zehnte Befragte hielt nichts von den Maßnahmen.

Die Verpflichtung, in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln eine Schutzmaske zu tragen, stößt auf Verständnis. Knapp drei Viertel (74 Prozent) der Befragten sind der Meinung, dass das Tragen einer Maske seine Berechtigung hat. Unter den Frauen halten 79 Prozent einen Mund-Nasen-Schutz für sinnvoll, wobei von der weiblichen Bevölkerung jede Zweite eine selbst gemachte MNS-Maske bevorzugt. Grundsätzlich sind jene Masken, die in Geschäften und an öffentlichen Stellen verteilt wurden, am häufigsten in Verwendung (47 Prozent).

 10:48

Vorerst kein weiterer Infizierter in Tirol

Von Donnerstagabend bis Freitagvormittag ist in Tirol kein weiterer positiver Coronavirus-Fall hinzugekommen. Somit waren im Bundesland insgesamt weiter 408 Menschen infiziert - eine Woche zuvor waren es noch 951 gewesen. 2.943 waren bereits wieder genesen. Indes starben in Tirol bisher 101 Personen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung. Bis dato wurden 47.302 Tests durchgeführt.

 10:47

47-Jähriger in Wien an den Folgen von Covid-19 gestorben

In Wien sind mit dem heutigen Freitag 2.338 mit dem Coronavirus infizierte Personen dokumentiert worden (Stand: 8.00 Uhr), wie der medizinische Krisenstab der Stadt in einer Aussendung mitteilte. Das bedeutet, dass es 31 Neu-Erkrankungen in den vergangenen 24 Stunden gab. Außerdem wurde ein weiterer Todesfall vermeldet: Ein 47-jähriger Mann mit Vorerkrankungen starb an den Folgen von Covid-19.

Damit stieg die Gesamtzahl der Verstorbenen auf 106 Personen. Was die Neu-Infizierungen anbelangt, so gibt es im 24-Stunden-Vergleich eine Steigerung von 1,3 Prozent. Derzeit tatsächlich an einer Erkrankung laborieren 516 Personen. 1.716 Menschen sind unterdessen wieder genesen.

 10:15

Keine Schularbeiten mehr

.. und heuer gibt es kein Sitzenbleiben an Volksschulen.

 10:13

Klassen werden geteilt, Schichtbetrieb Mo-Mi bzw. Do-Fr

... so der Unterrichtsminister weiter.

 10:13

Volksschule, Unterstufe starten am 18. Mai, Rest 3. Juni

... sagt Minister Faßmann in der Pressekonferenz.

 09:56

Frankreichs Parlament: Hilfspaket von 110 Mrd. Euro

Das französische Parlament hat in der ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro besiegelt. Nach der Pariser Nationalversammlung nahm auch der Senat den "Notfallplan" der Regierung am Donnerstagabend mit breiter Mehrheit an. Er soll die "wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise" lindern, wie es in dem aktualisierten Budget für das laufende Jahr heißt.

Alleine 24 Milliarden Euro sind für die Finanzierung von Kurzarbeit vorgesehen. In Frankreich sind nach Angaben der Regierung derzeit mehr als zehn Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen, das entspricht jedem zweiten Beschäftigten in der Privatwirtschaft.

Weitere 20 Milliarden Euro sind als Kapitalspritze für strategisch wichtige Sektoren vorgesehen, etwa für die Luftfahrtgesellschaft Air France und den Autohersteller Renault. Mit sieben Milliarden Euro sollen Kleinstunternehmen und Selbstständige unterstützt werden. Der Berichterstatter des Senats, Albéric de Montgolfier, sprach von einem "Rettungsring für Unternehmen". Weitere Zuschüsse sind etwa für einkommensschwache und kinderreiche Familien geplant.

 09:44

Ungarn öffnet alten Grenzübergang nach Österreich

- Österreich und Ungarn haben sich geeinigt den Grenzübergang in Hegyeshalom zu öffnen, nachdem die häufigen Staus dort zu Problemen für die täglichen Pendler geführt haben. "Zehntausende Ungarn pendeln täglich nach Österreich und da wegen der Reisebeschränkungen nur neun Grenzübergänge offen sind, sind sie gezwungen, oft lange zu warten", schrieb Ungarns Außenminister Peter Szijarto auf Facebook.

 09:26

Die aktuellen Zahlen aus Wien (Stand 24.4.)

Summe der Bescheide - 7259

Neue positive Fälle - 31

Insgesamt daher - 2338

Bisher genesene Personen - 1716

Todesfälle - 106

Der Todesfall war ein 47-jähriger Mann mit Vorerkrankungen.

Hospitalisiert

Normalstation - 120

Intensivstation - 21

Überwachung - 4

Stationär gesamt - 145

 09:10

Trump will der Bevölkerung Desinfektionsmittel spritzen

US-Präsident Donald Trump hat Forscher ermuntert, im Kampf gegen Corona zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Trump sagte im Weißen Haus vor Journalisten, es wäre "interessant", das zu prüfen. Unmittelbar vorher hatte bei der Pressekonferenz ein Regierungsexperte erklärt, dass Bleich- und Desinfektionsmittel das Virus Sars-CoV-2 auf metallischen Flächen rasch abtöten.

 07:25

Secession eröffnet Ende April virtuell mit "Stolberggasse"

Mit einer speziell für den digitalen Raum konzipierten Arbeit öffnet die Wiener Secession am 29. April um 19 Uhr ihre virtuellen Tore: Unter dem Titel "Stolberggasse" ist die neue Arbeit der Wiener Künstlerin Sophie Thun bis zum 21. Juni zu erleben. Dafür sendet sie aus dem Grafischen Kabinett der Secession eine Live-Übertragung.

 07:17

Experte: Punktuelle Schulschließungen auch künftig nötig

Damit die Wiederöffnung der Schulen und Kindergärten nicht zu einem Treiber der Coronavirus-Infektionszahlen wird, sollte man dort laut Simulationsexperten Niki Popper von der Technischen Universität (TU) Wien nicht nur für möglichst kleine Gruppen auf möglichst viel Raum sorgen. Bei Auftreten positiv getesteter Fälle müsse man auch lokal schnell reagieren und Schulen auf Zeit sperren können.

Wo es technisch und organisatorisch möglich sei, sollte an Schulen die Dichte soweit wie möglich reduziert werden. Klassen sollten nicht voll besetzt sein, zwischen den Gruppen soll es zur Sicherheit zu wenig Vermischung kommen und die Hygienemaßnahmen müssten eingehalten werden. "Zur Frage des Einflusses der Schulen auf die Ausbreitung von Covid-19 gibt es gerade eine intensive internationale Diskussion und noch viele Unklarheiten. Aber wir sehen in den Simulationsrechnungen, dass die genannten Punkte viel an möglichen Ausbreitungen reduzieren", so Popper. Die Berechnungen seines Teams an der TU Wien dienen der Regierung mit jenen des Complexity Science Hub (CSH) Vienna als Entscheidungsgrundlage bei den Corona-Maßnahmen.

 07:00

Herzlich Willkommen zum Live-Ticker

Auch heute informieren wir Sie wieder über die aktuellsten Entwicklungen in der Corona-Krise.