Das sind die neuen Corona-Hotspots

Am meisten Neuinfektionen

Das sind die neuen Corona-Hotspots

In diesen Ländern werden derzeit am meisten neue Fälle gemeldet. 

Die Corona-Zahlen steigen weiter. Selbst am gestrigen Sonntag - es wird am Wochenende meist weniger getestet und von Laboren weniger eingemeldet - wurden in Österreich 621 neue Coronavirusfälle registriert. Erstmals seit dem Frühjahr sind damit 8.100 derzeit an Covid-19 erkrankt.
 
Nicht nur in Österreich stiegen die Zahlen zuletzt rasant an, auch in anderen europäischen Ländern spitzt sich die Lage zu. Gemessen an der Bevölkerung weist derzeit Montenegro am meisten Neuinfektionen auf. Dahinter folgen Spanien, Tschechien und Frankreich. Österreich liegt in dieser Statistik etwa gleichauf mit Ungarn oder auch Dänemark. Deutlich weniger neue Fälle gibt es hingegen in Deutschland, Griechenland oder auch Italien.
 

Hier gibt es am meisten Neuinfektionen

Montenegro: 217,8 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen)
Spanien: 157,7
Tschechien: 120,7
Frankreich: 99,5
Belgien: 71,7
Niederlande: 67,6
Bosnien: 63,0
Österreich: 53,4
Ungarn: 52,6
Dänemark: 50,1
Großbritannien: 37,4
Kroatien: 32,9
Schweiz: 30,0
Russland: 26,9
Griechenland: 18,5
Italien: 17,0
Deutschland: 14,5
 
 
 

Ausnahmezustand in Tschechien möglich

Sollte der deutliche Anstieg an Infektionen anhalten, könnte die tschechische Regierung Gesundheitsminister Adam Vojtech zufolge den Ausnahmezustand erklären. Die Regierung solle einen solchen Schritt am Montag diskutieren, sagte er in einer Fernsehdiskussion. In den vergangenen 14 Tagen belief sich die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in Tschechien auf 193 laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten.
 
Tschechien verzeichnete am Sonntag mit 2.046 Coronavirus-Neuinfektionen zwar etwas weniger als zuletzt, aber zugleich einen Höchstwert für Wochenenden, an denen gewöhnlich weniger Tests durchgeführt werden. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle stieg damit auf 48.306, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. In Tschechien nahmen die Ansteckungen zuletzt massiv zu. Gemessen an der Gesamtbevölkerung von 10,7 Millionen Einwohnern haben nur Spanien und Frankreich in der Europäischen Union in den vergangenen zwei Wochen einen größeren Anstieg verzeichnet.
 
In Deutschland stieg die Zahl der bekannten Infektionen am Sonntag um 1.345 auf 271.415, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um zwei auf 9.386 zu.
 

Madrid verhängt ab Montag strenge Beschränkungen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen führt Madrid in Teilen der spanischen Hauptstadt ab Montag strenge Corona-Beschränkungen ein. In Madrid seien die registrierten Fälle "doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt und die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist dreimal so hoch wie der nationale Durchschnitt", sagte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez am Samstag in einem Fernsehinterview.
 
Die Maßnahmen gelten für zwei Wochen und betreffen vor allem Menschen im Süden der Stadt. Mit dem Inkrafttreten der Regeln dürfen rund 850.000 Einwohner ihre Bezirke nicht mehr verlassen, wie die Regionalregierung von Madrid mitteilte. Ausnahmen sind demnach Wege zur Arbeit, zur medizinischen Versorgung und um Kinder zur Schule zu bringen. Zudem werden Parks in den Orten geschossen. Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen geöffnet bleiben, wenn sie 50 Prozent weniger Gäste aufnehmen. Außerdem werden Versammlungen von mehr als sechs Personen verboten.
 
Da sich die Maßnahmen vor allem gegen dicht besiedelte und einkommensschwache Viertel richten, kam es am Sonntag in mehreren Bezirken Madrids zu Protesten. Die Menschen hielten Plakate hoch, auf denen zu lesen war: "Nein zu einer klassenbasierten Abriegelung" und "Sie zerstören unsere Nachbarschaft und jetzt sperren sie uns ein". Einige der Bezirke im Süden der Metropole hatten zuletzt mehr als 1.000 Corona-Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet - das ist etwa das Fünffache des nationalen Durchschnitts, der für sich bereits der höchste in der Europäischen Union ist.
 
In der Madrid leben rund 6,6 Millionen Einwohner. Die vielen Corona-Fälle in der Hauptstadt werden von den nationalen Behörden genau beobachtet, da die Stadt auch ein Verkehrsknotenpunkt für das Land ist. Behörden befürchten, dass sich eine zweite Corona-Welle von Madrid aus auf ganz in Spanien ausbreiten kann.
 
 

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