Europol warnt vor diesen Corona-Kriminellen

Cybercrime, Betrug und Produktfälschungen

Europol warnt vor diesen Corona-Kriminellen

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Europol, die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union, warnt in einem aktuellen Bericht über die boshaften Maschen der Corona-Kriminellen. 

Die organisierte Kriminalität setzt auf neue Betrügereien und nützt die Corona-Krise, um Menschen abzuzocken. Die Schwerpunkte laut Europol sind Delikte im Bereich Cybercrime. Aber auch Betrugsmaschen, Produktfälschungen und Eigentumsdelikte häufen sich zunehmend. 

Cybercrime

Die Anzahl der Cyberangriffe gegen Organisationen und Privatpersonen nimmt stätig zu. Kriminelle nützen das Coronavirus aus, um mit Social-Engineering-Angriffen Menschen zu beeinflussen. Personen, die Homeworking betreiben, müssen besonders aufmerksam sein. Beispielsweise wurde in Tschechien ein Cyberangriff auf die Universitätsklinik Brno unternommen, die das Krankenhaus zwang, sein gesamtes IT-Netzwerk runter zu fahren. Dadurch mussten dringende chirurgische Eingriffe verschoben und Akutpatienten in die nächstgelegenen Krankenhäuser transportiert werden.

Betrug

Kriminelle nützen die Ängste und Befürchtungen von Menschen, die während der Krise verunsichert sind. Dazu gehören Telefonbetrug und Versorgungsbetrug. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Wochen eine große Anzahl neuer oder angepasster Betrugsmaschen aufkommen werden. Europol ermittelt an einer 6,6 Millionen Euro Bestellung von Schutzausrüstung. Die Masken und Beatmungsgeräte wurde in Singapur angeboten. Die Ware wurde bestellt, bezahlt, jedoch kam sie nie an.

Produktfälschungen

Der Verkauf von gefälschten Gesundheits- und Sanitärprodukten sowie persönlicher Schutzausrüstung und gefälschten pharmazeutischen Produkten hat seit Ausbruch der Krise um ein Vielfaches zugenommen. Zwischen dem 3. und 10. März 2020 wurde im Rahmen der von Europol unterstützten Operation "PANGEA" weltweit über 34 000 gefälschte chirurgische Masken von Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt.

Eigentumsdelikte

Kriminelle gaben sich immer häufiger als Vertreter von Behörden aus. Sobald die Kriminellen alleine sich in Räumen aufhalten können, werden Wohnungen oder Lager ausgeräumt. In mehreren EU-Mitgliedstaaten haben sich mittlerweile ähnliche Diebstähle ereignet. Die Täter erhalten sehr häufig auch Zugang zu Privatwohnung, indem sie sich als medizinisches Personal ausgeben, Hygieneprodukte anbieten oder einen "Corona-Test" durchführen wollen.

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