Langfristige Konsequenzen

Experten: Coronavirus bleibt für immer

Schock-Botschaft aus der Wissenschaft.

Langsam zeichnet sich ab, was einige Forscher bereits seit Längerem befürchten: Das Coronavirus wird so bald nicht verschwinden. "Das Virus wird für immer bleiben", meinte der amerikanische Arzt Nicholas Christakis, und auch das Magazin "Die Zeit" titelte unlängst: "Wir werden mit dem Virus leben müssen". Die Pandemie könne durch Impfungen zwar weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, ganz ausgerottet werde das Virus aber nie werden.

Diese Meinung vertreten mittlerweile sehr viele medizinische Experten. Denn Covid-19 ist sehr ansteckend, zäh und kann sich seiner Umgebung anpassen. Darüber hinaus wird es noch einige Zeit dauern, bis ein Großteil der Erdbevölkerung die erforderlichen zwei Schutzimpfungen erhält. Zeit, in der das Virus weiter mutieren könnte und viele weitere Menschen anstecken wird.

Bald endemische Krankheit?

"Dem Virus geht es ganz gut", meint auch Angela Rasmussen, die als Virologin an der Georgetown University in Washington D.C. arbeitet. Das Virus würde laut der Forscherin wahrscheinlich nicht schwächer bzw. weniger ernst werden. Es gäbe "nicht viel Druck für dieses Virus, schwächer zu werden, weil es sich bereits ausbreitet und neue Wirte und neue Gelegenheiten zur Replikation findet, bevor seine Wirte krank werden". Stattdessen werde sich Covid-19 mit ziemlicher Sicherheit in eine endemische Krankheit wie Grippe, HIV oder Masern verwandeln. Mit solchen Krankheiten müssen wir – teilweise trotz Impfungen und Medikamenten – leben.

Langfristige Folgen

Regierungen und Unternehmen werden sich also auf längerfristige Veränderungen einstellen müssen. Das Virus werde für Einzelpersonen, aber auch für die Gesellschaft zu andauernden Änderungen führen, so das "Wall Street Journal". Beispielsweise was Reisen und Großveranstaltungen angeht, ist eine "neue Normalität" denkbar. Das bedeute aber nicht, dass es ewig Lockdowns geben wird. Durch Impfstoffe und bessere Behandlungsmethoden, aber auch durch bessere Präventionskonzepte und Schutz-Utensilien könne man die Pandemie eindämmen und so fast normal weiterleben.



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