Härterer Lockdown soll Weihnachten retten

Corona-Zahlen zu hoch

Härterer Lockdown soll Weihnachten retten

Regierung verhandelt jetzt über E-Learning an Unterstufen und weiteren Maßnahmen.

Wien. Bis spätestens Mittwoch soll die Entscheidung fallen, ob ein härterer Lockdown kommen wird. Die Zahlen (siehe rechts) sprechen leider dafür.

Es geht darum, den Kollaps des Gesundheitssystems abzuwenden – aber auch darum, den Menschen Weihnachten noch zu ermöglichen. Fix ist schon, dass die Ausgangsbeschränkungen bis 30. November verlängert werden; also bis zum ersten Adventwochenende.

Konsens in der Regierung dürfte mittlerweile sein, dass die Maßnahmen zu spät gesetzt seien. VP-Kanzler Sebastian Kurz wollte bereits beim „Lockdown light“ – Lokale, Kultur- und Sportveranstaltungen sind seit vergangenem Dienstag für vier Wochen ausgesetzt – neben der Oberstufe auch die Unterstufen in E-Learning schicken.

Tauziehen um E-Learning für Unterstufen-Schüler

  • Dagegen gibt es aber massiven Widerstand sowohl von Bildungsminister Heinz Faßmann als auch von einigen Bundesländern.
  • Tatsächlich ist das eine Frage von „gesellschaftspolitischem Interesse“ versus „medizinischer Prävention“. In der ÖVP wollen die meisten ab kommender Woche die Unterstufen umstellen und die Volksschulen offen lassen, aber in kleineren Einheiten unterrichten. Wissenschafter (siehe rechts) sprechen sich zunehmend für Schulschließungen aus.

Allerdings werden auch andere Modelle diskutiert.

Härterer Lockdown kann Weihnachten retten

Modelle. Vor allem seitens des Bildungsministeriums wird intern angemerkt, dass in anderen Ländern die Geschäfte schließen würden, dafür aber die Schulen offen blieben. Das ist etwa in Irland und Frankreich der Fall. Dort gibt es auch tagsüber strenge Ausgangsbeschränkungen.

In Österreich will die Regierung den Handel offen halten. Aber strengere Regeln für Shoppingcenter, die am Wochenende teils völlig überfüllt waren. Je früher die neuen Maßnahmen – die zeitnah in Kraft treten sollen –, desto eher die „Chance, dass wir das jetzt noch einmal drehen und damit auch Weihnachten mit Familie verbringen“ können, so ein Regierungs-Insider.

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